Das Zollnerfest lockte viele Gäste auf die Gailtaler Alm
Es war ein Fest des Gedenkens an die Opfer des 1. Weltkrieges, die während des Karnischen Gebirgskrieges ums Leben gekommen sind.

Jeweils am 15. August treffen sich Einheimische sowie Berg- und Geschichtsfreunde am Fuße des Kleinen Triebs (2096 Meter) in den Karnischen Alpen zum alljährlichen Zollnerfest. Es ist kein lautes Fest, es ist vielmehr ein Fest des Gedenkens an die Opfer des 1. Weltkrieges, die hier an der Frontlinie des Karnischen Gebirgskrieges von 1915 bis 1917 ums Leben gekommen sind. „Niemals mehr Feinde, immer mehr Freunde“, steht auf der Tafel am Eingang zur Zollner-Gedenkkapelle, die von Mitgliedern des Alpenvereines und des Österreichischen Kameradschaftsbunds Dellach/Gail errichtet und im September 1987 eingeweiht wurde.

Die evangelische Lektorin Karin Jost und Diakon Anton Lanner feierten mit Gläubigen einen ökumenischen Wortgottesdienst, dem die Trachtenkapelle Dellach einen feierlichen Rahmen gab. Am Altar stand ein Foto, das die junge Architektin dieser Kapelle zeigte. Es war die Römerin Marina Muser, deren Großeltern in Timau lebten. Muser erlebte die Einweihung 1987 nicht mehr, sie starb zuvor an Leukämie. Alpenvereins-Obmann Sepp Lederer betonte die geschichtliche Bedeutung der Alpen und ihrer Übergänge.
Mitgefeiert hat auch die Familie Meyer aus Chicago, Mutter Renee und Vater Josef waren zu Besuch bei ihrer Tochter Veronica, die mittlerweile die zweite Saison auf der Zollnersee-Hütte arbeitet. Auf der benachbarten Rosserhütte traf man sich zum geselligen Zusammensein. 2027 wird das 40-jährige Jubiläum der Friedenskapelle am Zollner gefeiert werden.




