Fünf-Millionen-Euro-Projekte: Sportliche Grazer Umlandgemeinde
In Peggau soll die neue Multisportanlage erst der Anfang gewesen sein: Den Sommer über entstehen ein Verkehrserziehungsgarten und ein Pumptrack, zudem wird der Sportplatz modernisiert.

15 Mal 30 Meter bedeuten gerade für junge Sportlernaturen die Welt: So groß ist die neue „Multisportanlage“, die in der Gemeinde Peggau in Graz-Umgebung eröffnet wurde. Für junge und jung gebliebene Kicker genauso wie für Handballer und Freunde eines gepflegten 3-Punkte-Wurfs in den Korb. Damit aber auch andere Interessen nicht unter die Räder kommen, wollen die Gemeindeverantwortlichen dieses Areal im Ortsteil Hinterberg noch weiter nach vorne bringen.
„Den Sommer über entsteht dort zusätzlich eine Pumptrack-Anlage“, bestätigt Peggaus Bürgermeister Christoph Pirstinger. Dahinter verbirgt sich eine künstlich angelegte, meist wellenförmige Strecke für Mountainbiker. Diese will man in der Gemeinde aber mit einem Verkehrserziehungsgarten für erste Schritte von „normalen“ Radlern kombinieren.

Doppelpass mit Fußballverein
Und schließlich spielt Pirstinger auch einen Doppelpass mit dem zuletzt gewachsenen Fußballverein: „Da hat die Infrastruktur einfach nicht mehr Schritt gehalten“, so der Bürgermeister. Also werden acht nagelneue Kabinen, 60 frische – und „grüne“ – Parkplätze sowie eine Photovoltaik-Anlage und Regenwasserzisternen für 200.000 Liter errichtet.

Schön und gut, aber wird das finanziell womöglich ein Eigentor? Immerhin fahren etliche andere Umlandgemeinden derzeit einen rigiden Sparkurs. Der Bürgermeister schüttelt den Kopf, verweist auf Einnahmen aus der Kommunalsteuer und betont vor allem, „dass unsere Vorgänger an der Gemeindespitze sich nicht übernommen haben“. Damit dies jetzt auch nicht passiert, werde man diese für drei Jahre anberaumten – und insgesamt rund fünf Millionen Euro teuren – Projekte Schritt für Schritt umsetzen. Zudem werden Pumptrack und Verkehrserziehungsgarten mit 60 Prozent durch die Leader-Region „Grazer Bergland“ gefördert.
