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Markus Schopp: „Es liegt auch an ihnen und nicht nur am Trainer“

Die dritte Saisonniederlage im dritten Spiel sorgte für deutliche Worte beim neuen Schlusslicht Hartberg. Trainer Markus Schopp will mehr sehen.

Hartberg-Trainer Markus Schopp wurde deutlich
© APA
Hartberg-Trainer Markus Schopp wurde deutlich
Matthias Janisch
Redakteur Sport

Drei Spiele, null Siege, null Tore – der Saisonstart der Hartberger darf nach der 0:2-Heimniederlage gegen die Wiener Austria nun endgültig als verpatzt bezeichnet werden. Auch in der dritten Runde gelang es den Oststeirern nicht, Zählbares mitzunehmen. Und das, obwohl die Gäste aus Favoriten durchaus die ein oder andere Einladung an Marco Hoffmann und Co aussprachen. Doch wie schon in den ersten beiden Spielen fehlte die nötige Durchlagskraft. Es war erneut ein solider Auftritt über weite Strecken – mehr aber auch nicht.

Die ersten 45 Minuten gehörten den Hartbergern. Ein Abschluss von Jonas Karner (8.) wurde geblockt, Paul Komposch übersah acht Minuten später den völlig frei stehenden Angelo Gattermayer in der Mitte und traf mit seinem Abschluss die falsche Entscheidung. Und so bestraften die Veilchen den TSV noch in Hälfte eins. Mit der ersten Möglichkeit brachte Daniel Nnodim (33.) die Gäste in Führung. Sein Schuss von der Strafraumgrenze war unhaltbar für Armin Pecsi im TSV-Tor. „Es war heute zu wenig“, resümierte Kapitän Tobias Kainz. „Es ist okay, wie wir mitspielen. Aber meiner Meinung nach waren wir wieder weit entfernt von einem Tor.“

Vor allem in der Offensive zeigten sich die blau-weißen Akteure in Folge glücklos. Oliver Lukic, der mit Abstand beste Hartberger auf dem Feld, prüfte Samuel Sahin-Radlinger (35.), Angelo Gattermayer vergab kurz darauf ebenso (36.). „Ich weiß nicht, was es genau ist. Vielleicht ist es die Abgebrühtheit, diese Kaltschnäuzigkeit, die noch fehlt. Man sieht, dass alle wollen. Am Ende geht es aber darum, Tore zu schießen. Und das hat die Austria heute zwei Mal gemacht und wir gar nicht.“

Schopp will mehr sehen

Der zweite Austria-Treffer fiel nach einem Ballverlust in der Offensive der Hartberger. Nach einem schönen Konter verwertete Julian Hettwer sehenswert zum 2:0-Endstand (76.). Fast schon symbolisch: Augenblicke später vergab Gattermayer aufseiten der Heimmannschaft nach einer ähnlichen Aktion knapp (79.) und so war die Luft in der Schlussphase draußen. „Es geht jetzt darum, dass wir erwachsener werden“, forderte Kainz.

Apropos erwachsen werden. Genau in diese Kerbe schlug auch Trainer Markus Schopp, der eine „verdiente Niederlage“ sah. „Das war heute teilweise viel zu naiv, speziell in der zweiten Halbzeit. Wir waren oft zu ungeduldig, und wenn wir die Geduld aufgebracht haben, dann waren wir zu wenig entschlossen. Gegen so eine Mannschaft ist das dann nicht ausreichend.“ Vor allem von den „jungen Wilden“ sei es in einigen Situationen schlichtweg zu wenig gewesen. „Für ein paar von ihnen ist das hier eine wirklich große Chance und ich bin überzeugt, dass sie diesen Schritt gehen können. Ich kann nicht mehr als die Tür für sie aufzumachen, durchgehen müssen sie schon selber“, erklärte der Grazer und fügte an: „Ich kann nichts machen, wenn die Tür dann wieder geschlossen ist.“

Vor allem auf den Außenpositionen „bastelt“ Schopp noch an der optimalen Spielerauswahl. Diesbezüglich sei auch Bayern-Leihspieler Magnus Dalpiaz eine Überlegung wert gewesen, aber: „Das war dann in der Trainingswoche zu wenig. Ich weiß, was es heißt, diesen Schritt zu gehen und habe das oft genug erlebt. Es liegt aber auch an ihnen und nicht nur am Trainer.“

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