Im „Waldhof“ in St. Peter am Kammersberg arbeitet die vierte Generation
Seit 70 Jahren wird im Gasthof Trattner, bekannt als „Waldhof“, Gastlichkeit gelebt. Peter und Marion Trattner führen den Familienbetrieb in vierter Generation.

Was in den 1950er-Jahren als kleine Jausenstation begann, ist heute ein weit über St. Peter am Kammersberg hinaus bekannter Gasthof: 1956 meldeten Florian und Maria Trattner das Gewerbe an und legten damit den Grundstein für den „Waldhof“. Der Tourismus entwickelte sich damals in St. Peter stark und die Familie setzte neben der Landwirtschaft zunehmend auf die Bewirtung von Gästen.
Über Anton und Christiana Trattner sowie Johann und Marianne Trattner wurde der Betrieb weitergegeben und ausgebaut. Seit acht Jahren stehen Peter und Marion Trattner in vierter Generation an der Spitze. Zum Gasthof gehört eine Landwirtschaft, außerdem stehen 20 Gästebetten für Urlauber zur Verfügung.
Sie kam zum urlauben und wurde Wirtin
„Wir bieten unseren Gästen das Natürliche. Jeder soll sich hier zuhause und willkommen fühlen“, sagt Peter Trattner. Persönliches Service, eine gute Küche und Qualität seien seit Jahrzehnten die Säulen des Hauses. In der Küche wird auf regionale Produkte und Lieferanten aus Österreich gesetzt. Marion Trattner und ihre Schwiegermutter Marianne kümmern sich mit viel Erfahrung um die Zubereitung.
Dass Marion einmal selbst hinter der Theke des „Waldhofs“ stehen würde, war zunächst nicht geplant. Sie kam bereits als Kind mit ihren Eltern aus Wien regelmäßig zum Urlaub nach St. Peter. „In dieser Zeit lernt man die Gegend, die Leute und die gleichaltrige Jugend kennen. Dabei habe ich Peter kennengelernt und der Rest hat sich dann so zugetragen“, erzählt sie. Schritt für Schritt lernte sie auch die Arbeit im Gasthof kennen und wurde schließlich selbst Teil des Familienbetriebs.
Hüttenabende sind Tradition
Eine besondere Tradition sind die Hüttenabende, die der Gasthof seit rund 50 Jahren veranstaltet. Von Juli bis September wird donnerstags mit traditioneller Hausmusik und Partyhits gefeiert. Für die Musik sorgen die „Speck‘s“ mit Manfred Zeiner, Peter Trattner und Emmanuel Pirker. Dazu gibt es Ripperl. „Jeden Donnerstag haben wir volles Haus“, freuen sich Peter und Marion.
Für Peter Trattner ist das Gastwirtsein längst mehr als ein Beruf. „Man wächst von klein auf mit dem Ganzen auf“, sagt er. Schon früh sei für ihn festgestanden, den Betrieb seiner Eltern und Großeltern weiterzuführen. Einen Ausgleich findet er in der Landwirtschaft und im Wald. „Ich mache es mit Freude. Als Ausgleich zum Gasthaus die Landwirtschaft, der Wald, das passt.“
Nächste Generation steht bereit
Rund 170 Gäste finden im Innenbereich und auf der Terrasse Platz. Besonders erfreulich ist für die Familie, dass auch die eigenen Kinder bereits aktiv im Betrieb mitarbeiten. „Sie stehen in den Startlöchern, dass unser Betrieb in die nächste Generation gesichert ist“, sagt das Ehepaar.
Dass die Arbeit der Familie auch über die Region hinaus Anerkennung findet, zeigen mehrere Auszeichnungen. Vor rund zwei Jahren wurde Marianne Trattner mit der „Goldenen Rose“ geehrt. Zum 70-jährigen Bestehen erhielten Peter und Marion Trattner von der Wirtschaftskammer eine Urkunde mit „Goldenem Band“.
