Südfassade der Klosterkirche Mautern um 86.000 Euro saniert
Der Zahn der Zeit hatte an der südlichen Fassade der Klosterkirche in Mautern in der Steiermark genagt. Nun wurde sie nach rund 100 Jahren um 86.000 Euro saniert.
In Mautern wurde bereits viel Energie, Arbeit und Geld in die Sanierung der Klosterkirche gesteckt, die sich direkt neben dem Gemeindeamt befindet. Sie wurde 1669 erbaut, über die Jahre wurden dementsprechend immer wieder Arbeiten im Inneren und an der Fassade notwendig. Unter anderem wurde in den vergangenen Jahren die Kuppel erneuert, das Blechdach gestrichen und die Kugel neu vergoldet. Auch der Kirchturm wurde renoviert. Nun wurden der Giebel auf der Vorderseite sowie die vom Innenhof aus sichtbare Südfassade um rund 86.000 Euro saniert.
Vor rund 100 Jahren saniert
„Meiner Recherche nach wurde diese Seite vor rund 100 Jahren zuletzt restauriert und der Zahn der Zeit hat daran genagt“, sagt Josef Orasche, Obmann des Vereins „Freunde der Kirche zur hl. Barbara in Mautern“ und Kustos der Kirche, die seit 1983 im Besitz der Gemeinde ist. Er verfolgte stets das Ziel, die Klosterkirche in Mautern auch neben der Pfarrkirche zu erhalten. Mithilfe von Spenden aus der Bevölkerung sowie finanziellen Mitteln von Gemeinde, Land, Bund und Bundesdenkmalamt konnte die Sanierung nun in Angriff genommen werden.

Drei Monate dauerten die Arbeiten an der Südfassade. „Die Fläche ist eigentlich gar nicht so groß, aber der Aufwand dahinter war dennoch groß. Es wurde ein Gerüst aufgestellt und man musste dabei darauf achten, nichts anderes zu beschädigen“, erläutert Orasche. Außerdem mussten 390 Fensterscheiben neu eingekittet werden. „Wir hatten angenommen, dass es sich um eine Eisenkonstruktion handelt. Es stellte sich aber heraus, dass sie aus Holz ist. Gerald Schmid, unser regionaler Tischler, hat sich dann bereit erklärt, diese Sisyphusarbeit zu übernehmen“, erläutert Orasche und fügt hinzu: „Ich bin allen Beteiligten wirklich sehr dankbar, dass das Projekt gelungen ist.“
