Oststeirer schickte Pfandflaschen doppelt durch den Automaten
Ein 37-Jähriger soll 13 Leergut-Bierkisten, die das Geschäft neben dem Pfandautomaten lagerte, noch mal durch den Automaten geschickt und sich so um 91 Euro bereichert haben.

Einen bemerkenswerten Auftritt legte ein 37-jähriger Oststeirer am Bezirksgericht Weiz hin. Und das, bevor er den Verhandlungssaal überhaupt betrat. Die Sicherheitsfrau beobachtete, wie der Angeklagte draußen vor dem Gebäude gegen einen Baum urinierte und den Mülleimer vor dem Gericht durchsuchte. Im Gebäude angekommen schallt dann laute Musik durch die Gänge. Bis er vor dem Richter steht.
„Ich setze meine Brille auf, da ist es mir zu hell“, verkündet er und schiebt die Sonnenbrille auf die Nase. Ob er etwas getrunken hat, will der Richter wissen. Ein wenig, aber er sei nüchtern, beteuert der Angeklagte und besteht auch den Test, wo er sich befindet und warum er hier ist.
Hausverbot im Geschäft
„Wegen 13 Kisten Bier“, antwortet er dem Richter. Das Leergut war vor einem Lebensmittelgeschäft gelagert. „Ich hab da 100 Bierkisten stehen sehen neben dem Pfandautomaten. Ich habe nicht gewusst, dass da Kameras sind“, erzählt der 37-Jährige, der 13 Kisten Leergut in den Pfandautomaten schickte und somit 91 Euro kassierte. Beim Lebensmittelgeschäft hat er mittlerweile Hausverbot.
„Ich seh‘ auch viele Autos, die mir gefallen, und kann deswegen nicht einsteigen“, kontert der Richter. Der Angeklagte gesteht seine Schuld ein. Da er bisher unbescholten ist, erhält er eine Diversion mit einer Probezeit von zwei Jahren. Bedeutet, wenn er sich in der Zeit nichts zu Schulden kommen lässt und er die Pauschalkosten in Höhe von 180 Euro bezahlt, wird das Strafverfahren gegen ihn eingestellt und er hat keine Vorstrafe.