Polizei plant Großeinsatz bei Austria Wien gegen Beitar Jerusalem
Die Favoritner gehen mit einem 2:1-Vorsprung ins Rückspiel am Donnerstag gegen die Israelis. Aber schon vor dem Duell könnte es rund gehen, befürchtet die Polizei.
Rund um das UEFA-Conference-League-Spiel zwischen dem FK Austria Wien und Beitar Jerusalem am Donnerstag in der Generali Arena in Wien-Favoriten ist mit einem größeren Polizeieinsatz zu rechnen. Die Wiener Polizei teilte mit, dass sie ein erhöhtes Gefährdungspotenzial erwarte. Sie kündigte sowohl sichtbare als auch nicht sichtbare Maßnahmen im Wiener Stadtgebiet und rund um das Stadion an.
Sanktionen gegen israelischen Fußballverband
Im März dieses Jahres hat die Disziplinarkommission der FIFA den Israelischen Fußballverband (IFA) unter anderem wegen Verstößen gegen Anti-Diskriminierungsregeln bestraft. Ein Bericht der Disziplinarkommission des Weltverbands kam zu dem Schluss, dass die IFA es versäumt habe, „wirksame Maßnahmen gegen Beitar Jerusalem“ wegen „anhaltenden und gut dokumentierten rassistischen Verhaltens“ zu ergreifen.
Die IFA musste daher unter anderem eine Geldstrafe in Höhe von 150.000 Schweizer Franken (rund 164.300 Euro) zahlen, wie der Weltverband mitteilte. Ausgangspunkt für die Untersuchung der FIFA-Disziplinarkommission war ein Antrag des Palästinensischen Fußballverbands (PFA). Teile der Fanszene von Beitar Jerusalem gelten als sehr rechts. Sie hatten in der Vergangenheit immer wieder mit rassistischen Ausfällen vor allem gegen Araber für Empörung gesorgt.
Kundgebung in Wien gegen Teilnahme
Für Donnerstag um 17.00 Uhr ist am Reumannplatz in Wien eine pro-palästinensische Kundgebung angekündigt. Die Veranstalter wollen gegen die Teilnahme des israelischen Fußballklubs Beitar Jerusalem an der UEFA Conference League protestieren. Hintergrund ist unter anderem die Fan-Gruppe „La Familia“, die durch anti-arabische Parolen auffallen soll.
Die Polizei Wien teilt mit, sie habe „entsprechende Maßnahmen für die Sicherheit der Fangruppierungen und Versammlungsteilnehmer“ getroffen.