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Grüne fordern Begrünung des Stadtplatzes in Mürzzuschlag

Mehr Bäume, Grünflächen und weniger Parkplätze: Ob der aktuellen Hitze fordern die Grünen erneut eine Umgestaltung des Mürzzuschlager Stadtplatzes.

So könnte der Stadtplatz in Mürzzuschlag laut einem Vorschlag der Grünen künftig aussehen
© Die Grünen
So könnte der Stadtplatz in Mürzzuschlag laut einem Vorschlag der Grünen künftig aussehen
Moritz Prettenhofer
Redakteur Regionalredaktion Mürztal

„Wie soll ich der erbarmungslosen Hitze entkommen?“ Darüber zerbrechen sich in diesem Sommer zahlreiche Steirerinnen und Steirer den Kopf. Ohne Klimaanlage lässt sich das Eigenheim bei Temperaturen jenseits von 30 Grad oft nur schwer abkühlen, außerhalb der eigenen vier Wände sucht man gerade im urbanen Raum oftmals auch vergeblich nach Erfrischung.

Als Reaktion machen sich Kommunen verstärkt Gedanken um Hitzeschutz im öffentlichen Raum. Auch in Mürzzuschlag bringen die Grünen aus diesem Anlass eines ihrer Kernthemen aktuell wieder ins Spiel: Eine Begrünung und Umgestaltung des Stadtplatzes. Diese Idee verfolgt Gemeinderätin Ilse Schmalix bereits seit Jahren, gerade während der Hitzewelle seien auch wieder mehr Mürzzuschlagerinnen und Mürzzuschlager mit dem Wunsch nach Begrünung auf sie zugekommen.

Pläne als „Diskussionsgrundlage“

„Wir lassen da nicht locker, bei dieser Hitze muss man einfach etwas tun", meint sie und verweist auf Temperaturen zwischen 40 und 50 Grad, die der Asphalt am Stadtplatz zeitweise erreiche. Ihr Gegenentwurf sieht dabei etwa zwei neue Baumreihen auf Asphalt- und Parkflächen vor, auch eine Wasserinstallation fände Schmalix wünschenswert. „Man soll auch ohne Konsumation dort sitzen können“, meint sie.

Ilse Schmalix würde sich mehr Bäume und konsumfreien Raum am Stadtplatz wünschen
© KLZ / Moritz Prettenhofer
Ilse Schmalix würde sich mehr Bäume und konsumfreien Raum am Stadtplatz wünschen

Wichtig ist Schmalix dabei: „Das ist mal nur eine Diskussionsgrundlage. Es ist schon klar, dass man nicht alles sofort umgraben kann.“ Sie verstehe auch, dass es ganz ohne Parkplätze nicht ginge, „aber man könnte diese sicher in einer anderen Form mit einbeziehen.“ Mit der Stadtregierung und Bürgermeister Karl Rudischer (SPÖ) hätte es bereits erste „oberflächliche“ Gespräche dazu gegeben, „aber nichts Konkretes, was wir uns sehr gewünscht hätten“, ärgert sich Schmalix.

„Natürlich kann es immer besser werden“

Für die Wünsche der Grünen zeigt Rudischer auf Nachfrage der Kleinen Zeitung grundsätzlich Verständnis. „Natürlich kann es immer besser werden. Der Stadtplatz ist eine sehr wichtige, zentrale Fläche. Wenn dort viele Interessen aufeinandertreffen, zeigt sich, dass sich auch etwas tut. Das alles aufeinander abzustimmen ist nicht immer einfach“, erklärt er.

Bürgermeister Karl Rudischer
© KLZ / Moritz Prettenhofer
Bürgermeister Karl Rudischer

Hitzebedingt setzte man sich natürlich auch mit Konzepten auseinander, die mehr Begrünung bringen würden, Rudischer nennt etwa auch das Schwammstadtprinzip, bei dem Plätze für eine effizientere Nutzung von Regen und Oberflächenwasser umgestaltet werden. Allerdings: „Momentan plagen sich alle Gemeinden mit dem Geld.“ Eine zeitnahe Umsetzung sei daher nur äußerst schwer möglich.