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Löschflugzeuge im Einsatz: Weißensee teilweise gesperrt

Eine italienische Canadair-Maschine nimmt am Montag Löschwasser auf: Der italienische Zivilschutz hat einen entsprechenden Bewilligungsantrag gestellt

Ein Wasserflugzeug landet auf einem See
© AFP/Thomas Samson
Eine Canadair-Maschine ist heute im Einsatz (Symbolbild)

Ein italienisches Löschflugzeug vom Typ Canadair ist derzeit am Kärntner Weißensee im Einsatz, um Wasser aufzunehmen. Der italienische Zivilschutz hat einen entsprechenden Bewilligungsantrag gestellt. Grund dafür sind Waldbrände bei Amaro und Tolmezzo in der Region Friaul-Julisch Venetien. Das teilt Katastrophenschutzreferent Landeshauptmann Daniel Fellner mit.

„Wir haben mit unserem Nachbarn Italien eine entsprechende Kooperationsvereinbarung. Canadair-Löschflugzeuge haben schon zuvor bei Waldbrandeinsätzen in der Alpen-Adria-Region sowie bei einer gemeinsamen, grenzüberschreitenden Katastrophenschutzübung Wasser am Weißensee aufgenommen“, so Fellner, der die Wichtigkeit der gegenseitigen Hilfe und des Zusammenhalts bei Katastropheneinsätzen hervorhebt.

Einsatz erfordert Sperrzone

Für Einheimische und Gäste am Weißensee bedeutet der Einsatz eine vorübergehende Sperrzone. „Es gibt einen festgesetzten Korridor etwa auf Höhe der Seemitte zwischen Mühlzipf und Peterzipf, der mittels Bojen bereits markiert ist und von Einsatzbooten patrouilliert wird“, sagt Bürgermeisterin Karoline Turnschek. Der Bereich sei während der Einsatzzeit zu meiden. Die Informationen seien bereits an Betriebe und Bevölkerung weitergegeben worden.

Wie lange die Löschflugzeuge am Weißensee Wasser aufnehmen werden, ist laut Turnschek noch offen. „Aktuell ist von zirka zwei bis drei Tagen die Rede, aber das ist alles nicht sicher.“ Auch die Abstände zwischen den einzelnen Anflügen würden sich erst nach dem ersten Umflug zeigen. Der Einsatz erfolge nach einem festgelegten Alarmplan und in Abstimmung zwischen Italien, Kärnten und den beteiligten Stellen.

Kooperation mit Slowenien

Im Zusammenhang mit der Waldbrandgefahr will Kärnten aber auch mit Slowenien noch enger zusammenarbeiten. Wie berichtet, hat Slowenien kürzlich vier Löschflugzeuge des Herstellers „Air Tractor“ angeschafft und ist bereit, diese für internationale Einsätze zur Verfügung zu stellen. Derzeit laufen noch die genauen Vorarbeiten und das Einholen der entsprechenden Genehmigungen. Ende Juli hat ein slowenisches Löschflugzeug einen ersten Erkundungsflug am Völkermarkter Stausee durchgeführt.

Die Erklärgrafik zeigt das Flugzeug DHC-515 zur Bekämpfung von Waldbränden. Das Flugzeug hat eine Länge von 19,8 Metern, zwei Propellertriebwerke und einen Wassertank für rund 6.000 Liter. Wasser wird im Tiefflug über Gewässer aufgenommen und über brennendem Wald abgelassen. Quelle: De Havilland.

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