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Von Heiden- bis Bohnensterz: Auf der Sommeralm knisterten die Kessel

Trotz Hitze knisterten die Kessel am vergangenen Sonntag auf der Sommeralm beim traditionellen Sterzfest, das Groß und Klein anlockte.

Dominik Oberwinkler
vor 2 Stunden10. August 2026 um 10:00
PassailFeste & Feiern
VolkskulturSteirische KücheGastronomie
Feuer knistert unter den schweren Pfannen, aus den Kesseln steigt Dampf auf und rund um die Holdahütt’n zieht der Duft frisch zubereiteter Speisen durch die Bergluft. Beim traditionellen Sterzfest wird nicht irgendwo hinter verschlossenen Küchentüren gekocht: Die Besucherinnen und Besucher sind mittendrin und können dabei zusehen, wie eine regionale Spezialität auf jene Art entsteht, wie sie schon Generationen zuvor zubereitet wurde – über dem offenen Feuer.
Die Anfänge des Festes reichen mehr als drei Jahrzehnte zurück. Damals war noch nicht abzusehen, welche Tradition daraus einmal entstehen würde. „Angefangen hat das Fest vor mehr als dreißig Jahren mit circa 50 Besuchern“, erinnert sich Hüttenwirtin Karin Pötz. (3.v.l.)
Zwei pensionierte Holzarbeiter hätten damals erstmals für die Gäste Sterz gekocht. Aus der kleinen Veranstaltung entwickelte sich über die Jahre ein Fest, das heute untrennbar mit der Holdahütt’n verbunden ist. „Mittlerweile ist es ein traditionelles Fest, das jedes Jahr um diese Zeit stattfindet“, sagt Pötz.
Im Mittelpunkt steht dabei nach wie vor der Sterz. Rund 25 Männer stehen an acht Feuerstellen und bereiten die verschiedenen Varianten frisch vor den Augen der hungrigen Gäste zu. Auf die Teller kommen Heidensterz, Brennsterz, Erdäpfelsterz, Bohnensterz und Polenta. Dazu gibt es eine an Kaiserschmarren erinnernde Variante.
Eine besondere Rolle spielt der Heidensterz: Der dafür verwendete Buchweizen wird auch in der Region angebaut. Während rundherum die Sterzpfannen über dem Feuer stehen, hat auch die Wirtin selbst alle Hände voll zu tun. Pötz verbringt den Tag an ihren Kesseln und kocht Schwammerl- und Rahmsuppe.
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