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Hoffnung auf der Aflenzer Bürgeralm: Lifte könnten im Winter laufen

Wenn die Erreichbarkeit der Alm über die Mautstraße sichergestellt wird, lässt Mäzen Stefan Pierer die Schlepplifte wieder einschalten. Der Sessellift wird abgebaut.

Die Bürgeralm im Sommer
© zVg
Die Bürgeralm im Sommer
Markus Lösel
Redakteur Mürztal

Es war ein Paukenschlag, der bis heute nachhallt. Vor über einem Jahr vermeldete die Kleine Zeitung, dass Geldgeber Stefan Pierer und seine „Naturerlebnis GmbH und Co KG“ der Aflenzer Bürgeralm den Rücken kehren.

Trotzdem versuchten die Beteiligten für den bereits vergangenen Winter doch noch eine Lösung zu finden, damit die Lifte noch einmal eingeschaltet werden. Zunächst hoffte man auf Ex-ÖSV-Präsident Karl Schmidhofer, der sich die Bürgeralm in Kombination mit der insolventen Bürgeralpe in Mariazell sichern wollte. Dann bot Bürgeralm-Liftbetreiber Stefan Pierer der Gemeinde die Anlagen sogar für einen symbolischen Euro zur Pacht an.

Sesselbahn wird abgebaut

Zu einem Deal kam es in beiden Fällen aber nicht. Somit standen die Lifte im Winter still. Geht es nun nach Günther Essenko, Stefan Pierers rechte Hand in Aflenz und Geschäftsführer der „Naturerlebnis Bürgeralm GmbH und Co. KG“, und dem Aflenzer Bürgermeister Hubert Lenger, soll das in der kommenden Saison schon wieder anders sein.

Günther Essenko, Geschäftsführer der „Naturerlebnis Bürgeralm GmbH und Co KG“
© KLZ / Markus Lösel
Günther Essenko, Geschäftsführer der „Naturerlebnis Bürgeralm GmbH und Co KG“

„Die Bürgeralm ist für die ganze Region sehr wichtig. Wir wollen es probieren“, blicken beide optimistisch in die Zukunft. Während die große 2er-Sesselbahn auf die Alm im Herbst nach 50 Jahren in Betrieb abgebaut wird – notwendige Investitionen wären bei 1,2 Millionen Euro gelegen – sollen die restlichen sechs Schlepplifte und ein Seillift im Bereich des Almbodens wieder laufen. Finanziert wird der Betrieb von Pierer und seiner „Naturerlebnis GmbH und Co KG“.

Erreichbarkeit als entscheidendes Kriterium

Essenko präzisiert: „Diese Anlagen sowie sämtliche Gerätschaften werden für einen möglichen Winterbetrieb bereit gehalten. Bei ausreichender Schneelage schalten wir sie ein und kümmern uns um die Pisten.“ Als Vorraussetzung dafür nennt er allerdings, dass die Gemeinde die Erreichbarkeit über die Mautstraße zu den Parkplätzen auf dem Almboden sicherstellt. Da der Sessellift nicht mehr fährt, ist diese nötig, um zu den dortigen Schleppliften zu kommen. Auch ein externer Shuttleservice ist angedacht.

Hubert Lenger, Bürgermeister von Aflenz
© KLZ / Moritz Prettenhofer
Hubert Lenger, Bürgermeister von Aflenz

Doch das ist alles gar nicht so einfach, wie Lenger erklärt: „Nachdem die Straße der Gemeinde gehört, müssen wir zuerst auch rechtlich einige Punkte klären. Auf der anderen Seite gibt es auch technische Dinge mitzudenken.“ Zweiteres betrifft vor allem, wie man die Straße vom Schnee befreit. „Die Straße ist aus einer Art Recycling-Asphalt, den man leicht aufreißt. Die richtig zu räumen ist nicht leicht. Wenn man von der dann ein Stück mitschiebt, ist das auch ein Umweltthema“, so der Ortschef. Bis Ende August hat er sich nun zum Ziel gesetzt, diese Punkte zu prüfen. Noch einmal hält er fest: „Wir werden alles probieren!“ Wenn es so weit ist, müsse es auch angenommen werden, wirft Essenko zudem ein.

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