Naturfreunde öffnen inklusives Kompetenzzentrum auf der Pretul
Das Roseggerhaus in Ratten soll zum inklusiven Kompetenzzentrum werden. Mit einem barrierefreien Zugang will das Projekt „das Miteinander am Berg fördern“.
Die Idee entstand im Zuge des Projekts „Die Kletterwand kennt keine Barrieren“, bei dem die Naturfreunde Steiermark gemeinsam mit Licht ins Dunkel Menschen mit Beeinträchtigungen den Einstieg ins Klettern erleichtern wollten. Man hat gemerkt: Die Nachfrage nach inklusivem Bergsport ist größer als gedacht. Mit einem neuen inklusiven Kompetenzzentrum wollen die Naturfreunde deshalb einen Stützpunkt für Aktivitäten unterschiedlichster Form am Berg schaffen.
Die alte Schutzhütte soll zum barrierefreien Kompetenzzentrum für Seminare, Teambuilding und Fortbildungen werden. Dazu sind Maßnahmen notwendig. „Wir stecken gerade mitten im Umbau. Bis Ende September, wenn wir mit Wetterumschwüngen rechnen müssen, soll alles fertig sein“, erzählt Naturfreunde-Geschäftsführer Rene Stix. Um die 700.000 Euro investiert man etwa in einen Lift als Aufstiegshilfe, den Umbau von Sanitäranlagen und zwei rollstuhlgerechte Zimmer.

Offen für alle
Wenngleich das Gebiet um das Schutzhaus Gelegenheit für Outdooraktivitäten bietet, gehe es in der Inklusion nicht nur um Sport, sondern um alle Bereiche des Lebens, meint Stix. Neben dem sanften Wandern für Menschen mit allen Arten von Beeinträchtigungen wie Gehbehinderte, Sehbehinderte oder kognitive Beeinträchtigte soll im neuen Roseggerhaus Platz für Workshops und Veranstaltungen mit bis zu 20 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sein.
Man wolle mit dem Projekt „Ein Miteinander am Berg möglich machen“, heißt es. Das neue Roseggerhaus soll offen für alle stehen. Das Angebot richtet sich etwa an Firmen, welche die Räumlichkeiten für Teambuilding-Events nutzen können.
Unmittelbar neben dem Roseggerhaus betreiben die Österreichischen Bundesforste den Windpark Pretul. Den wollen die Naturfreunde in das Angebot am Rosseggerhaus einbinden. „Derzeit arbeiten wir an einer Kooperation“, kommentiert Geschäftsführer Stix. Wie genau die aussehen wird, ist noch nicht bekannt. Auf jeden Fall soll es ein multimediales Informationsangebot geben.

