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Wie aus der Passion zweier Herberts ein Kreuzweg in Medjugorje wurde

Vor 25 Jahren errichteten Herbert Fuik aus Markt Hartmannsdorf und Herbert Fuchs aus Wien 14 Holzkreuze beim Kreuzweg in Medjugorje. Zum Jubiläum strichen sie diese neu und erinnern sie sich zurück, wie sie bei 43 Grad die schweren Kreuze den Berg hinaufschleppten.

Alois Leidorfer,  Herbert Fuchs und Herbert Fuik strichen anlässlich des 25-jährigen Jubiläums die Kreuze am Kreuzweg in Medjugorje neu
© Privat
Alois Leidorfer, Herbert Fuchs und Herbert Fuik strichen anlässlich des 25-jährigen Jubiläums die Kreuze am Kreuzweg in Medjugorje neu
Nicole Stranzl
Regionalredaktion Weiz

„Es war eine große Freude, als wir fertig waren“, sagt Herbert Fuik (67 Jahre) aus Markt Hartmannsdorf. Vor 25 Jahren errichtete er gemeinsam mit Herbert Fuchs (64 Jahre) aus Wien am Kreuzberg Križevac in Medjugorje, Bosnien-Herzegowina, 14 Kreuze am Kreuzweg neu. „Ausgegangen ist es von Fuchsi, er war öfter unten, meine Mutter auch“, erzählt Fuik. „Ich war zuvor noch nie dort. Er hat die alten Kreuze gesehen, die nur in die Felskluften reingesteckt und mit Steinen befestigt waren. Das hat nicht so gut ausgeschaut.“ Die beiden beschlossen, „etwas Neues zu machen“.

Die 14 Kreuze wurden bei extremster Hitze auf den Berg getragen und aufgestellt.
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Die 14 Kreuze wurden bei extremster Hitze auf den Berg getragen und aufgestellt.

Rund ein Jahr lang dauerte die Planung, ein heimischer Tischlermeister aus der Steiermark wurde mit der Anfertigung der Holzkreuze samt Metallsockel beauftragt. Danach brachte Bus- und Reiseunternehmer Franz Gollowitsch von Fragollo-Reisen aus Markt Hartmannsdorf die Kreuze nach Medjugorje.

„Wir haben die Kreuze im Keller des Hotels bis in die späte Nacht hinein zusammengeschraubt und gestrichen“, erzählt Fuik. Die alten Kreuze wurden binnen drei Tagen bei mehr als 40 Grad entfernt und abtransportiert. Für die neuen Kreuze mussten Eisensockel einbetoniert werden. „Wir haben Wasser in Kanistern, Schotter und Zement gemeinsam mit einem Helfer auf den Berg getragen und die Halterungen im Felsen händisch einzementiert“, erinnert sich Fuik.

Ein Kreuz hat um die 30 Kilo gewogen, wir haben sie bei 43 Grad raufgeschleppt.

— Herbert Fuik

Drei- bis viermal täglich marschierten er und Fuchs auf den steilen Berg. Die Gehzeit beträgt unter normalen Umständen rund eine Stunde und ein Viertel, so Fuik. „Der Weg ist durch scharfkantige und teilweise runde Felsen sehr schwer begehbar. Ein Kreuz hat um die 30 Kilo gewogen, wir haben sie bei 43 Grad raufgeschleppt“, berichtet er von den Strapazen. „Ich hab einmal zwei der neuen Holzkreuze vom Fuß des Kreuzberges bis zur sechsten Station auf meiner Schulter getragen. Dann wurde es zu anstrengend und zu heiß und ich konnte nur mehr eines auf einmal tragen.“ Binnen drei Tagen standen die 14 Kreuze.

Immer wieder pilgern Fuchs und Fuik zum Kreuzweg
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Immer wieder pilgern Fuchs und Fuik zum Kreuzweg

Die alten Kreuze wurden in Medjugorje und Österreich verteilt, eines befindet sich in der Mariengrotte in St. Ruprecht an der Raab, eines im Garten von Fuiks Elternhaus in Markt Hartmannsdorf, eines beim Haus von Gollowitsch in Oed bei Markt Hartmannsdorf.

Immer wieder kehrten Fuik und Fuchs zurück. Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums am 8. August, strichen Fuchs und Fuik gemeinsam mit Alois Leidorfer, einem Schulfreund Fuiks, die Kreuze Anfang Juli neu, im Zuge einer Wallfahrt. „Wir haben mit einem Gastronom gesprochen, er sagt, dass mittlerweile eine Million Pilger pro Jahr kommen“, sagt Fuik.

Schwere Sachbeschädigungen

Die Pilger war kürzlich geschockt, weil Ende Juli in Medjugorje mehrere Marienstatuen verunstaltet und ein Außenaltar hinter der Pfarrkirche St. Jakobus angezündet wurde. „Unsere Kreuze waren nicht betroffen“, gibt Fuik Entwarnung. „Wir waren erschüttert, dass so was passiert. In der Form kenne ich so was nicht. Es ist gut, dass der Täter schnell gefasst wurde.“

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