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Schon wieder brannte wegen eines Blitzes der Wald in Thörl

Den Feuerwehrleuten in Bruck-Mürzzuschlag ist derzeit keine Verschnaufpause gegönnt. Am Montagvormittag musste erneut ein Waldbrand in Thörl gelöscht werden.

Die drei Thörler Feuerwehren standen im Einsatz
© FF Sankt Ilgen
Die drei Thörler Feuerwehren standen im Einsatz
Moritz Prettenhofer
Redakteur Regionalredaktion Mürztal

Das Wochenende bot den Feuerwehrleuten in Thörl nur eine kurze Pause. So wie in der Nacht auf Freitag wurden die Floriani der Wehren Etmißl, Thörl und St. Ilgen am frühen Montagmorgen zu einem Waldbrand alarmiert – diesmal im Oischinggraben. „Der zuständige Jäger hat gesehen, dass es am Gegenhang zu Rauchbildung kommt und die Rettungskette in Gang gesetzt“, berichtet Gilbert Krenn, Kommandant der Feuerwehr Etmißl, der als Einsatzleiter agierte.

Als Auslöser des Waldbrandes vermutet er wie zuletzt einen Blitzeinschlag. Dieser dürfte das Feuer bereits am Samstag entfacht haben. Es sei aber wohl glücklicherweise bis zum Montag zu keiner größeren Ausbreitung gekommen. Die Feuerwehren machten sich nach der Alarmierung sofort auf den Weg und konnten dank der gut befahrbaren Forststraße nah zum Einsatzort vordringen, wo die Flammen auf einer Fläche von 15 mal 25 Metern loderten.

Die gute Zusammenarbeit der Feuerwehren und deren rasches Handeln verhinderten in Thörl wohl Schlimmeres
© FF Etmißl
Die gute Zusammenarbeit der Feuerwehren und deren rasches Handeln verhinderten in Thörl wohl Schlimmeres

Den Löschangriff starteten die Floriani somit von den Tanklöschfahrzeugen aus, man konnte den Waldbrand schnell unter Kontrolle bringen. „Zum Glück haben wir hier auch Forstbesitzer, die sich bis zu 50 Monate lang für Löschteiche eingesetzt haben“, merkt Krenn dazu an. Diese befinden sich zwar noch im Bau, sollen die Feuerwehren aber in Zukunft umso stärker bei der Waldbrandbekämpfung entlasten.

„Immer einsatzbereit“

Im Angesicht der aktuellen Trockenheit und Hitze scheint eine Erleichterung jedenfalls dringend notwendig. Im Bezirk brannte es zwischen den beiden Bränden in Thörl am Wochenende auch in Bruck und Pernegg. Auch dort dürften Blitze die Waldbrände ausgelöst haben. Die mühselige Arbeit im steilen Gelände verlangte den Einsatzkräften einiges ab, unter anderem weil man bei der Suche nach Glutnestern im Boden das Erdreich Quadratmeter für Quadratmeter umgraben und löschen musste.

Die Feuer im steilen Gelände forderten den Feuerwehrleuten einiges ab
© FF Graßnitz
Die Feuer im steilen Gelände forderten den Feuerwehrleuten einiges ab

Von erhöhter Alarmbereitschaft will man beim Bereichsfeuerwehrverband Bruck aber trotz der Häufung und der Dürre nicht sprechen: „Es kann immer etwas passieren und wir sind immer einsatzbereit.“ Mit der in Kapfenberg beheimateten Flugstaffel Ost-Süd, die sich bei regelmäßigen Übungen auf Waldbrände vorbereitet, findet sich zudem einiges an Expertise und Schlagkraft unmittelbar im Bezirk wieder.

Erleichterung von oben dürfte es übrigens erst gegen Ende der Woche geben: Laut Wetterbericht könnte es am Donnerstag und Freitag im Bezirk zu Regenschauern kommen. Wobei Krenn anmerkt: „Ein bisschen Regen ist fast zu wenig für uns, wenn es aber in großen Massen kommt, haben wir gleich die nächsten Einsätze.“

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