Der brasilianische Sand brachte den Klingers kein Glück
Die steirischen Schwestern Dorina und Ronja Klinger waren beim letzten Turnier vor der nahenden EM nicht vom Glück verfolgt. Die Erwartungshaltung ist dennoch hoch.

Das Quäntchen Glück benötigt es auf der allerhöchsten Beachvolleyball-Ebene bei allen Teams, um in den Sandkisten dieser Welt erfolgreich zu sein. Genau dieses fehlte den steirischen Schwestern beim Elite16-Turnier im brasilianischen Rio de Janeiro aber von Anfang an. Nach überstandener Qualifikation zeigten beide beim Turnier der höchsten Kategorie auf der Pro-Tour auf und zwangen das brasilianische Duo Taiana Lima/Talita bis in den finalen dritten Satz. Dort setzte es ein denkbar unglückliches 17:19, weshalb man gegen die US-Amerikanerinnen Durish/Koenig bereits unter Druck stand.
Abermals zeigten die Klingers auf, überzeugten und standen am Ende wieder ohne Zählbares da. Bei der 0:2-Niederlage ging es aber in beiden Sätzen (22:24, 29:31) ordentlich zur Sache. Und auch gegen Quiggle/Loreen (USA) hatte man beim finalen 0:2 (-15, -19) Chancen auf einen Satzgewinn. Wie fällt die Bilanz nach diesem nervenaufreibenden Südamerika-Trip also aus? „Durchwachsen“, erklärt Ronja Klinger. Das hat aber nicht nur mit dem Resultat zu tun. „Wir sind extra zehn Tage vor dem Turnier nach Brasilien gereist, um uns perfekt vorzubereiten. Leider sind wir beide krank geworden und mit Fieber im Bett gelegen. Da fehlen dir dann natürlich ein paar Prozent.“
Vorfreude auf die EM
Genau diese paar Prozent hätten bei so engen Spielen aber den Unterschied ausmachen können. „Wir hatten es mehrmals auf der Hand, aber irgendwie nicht drübergebracht. Ich weiß selbst nicht, was das Problem war. Wir spielen wirklich gutes Beachvolleyball und performen, aber die Resultate passen noch nicht zu den Leistungen“, erklärt Ronja. Am Montag landen die Schwestern in Wien, wo nach etwas Regeneration bereits die Vorbereitung auf die nahende Europameisterschaft in Polen (12. bis 16. August) startet. „Die EM ist sicher der Höhepunkt des Jahres und wir haben unsere ganze Saison darauf ausgerichtet, um bei diesem Turnier voll zu performen.“ Die Erwartungshaltung ist aufgrund der starken Vorjahre logischerweise gestiegen – auch bei den Schwestern selbst. „Es sind viele gute Teams dabei, aber wir sind auch eines davon. In den vergangenen zwei Jahren gelang uns ein Top-neun-Resultat. Heuer wollen wir erstmals in die Top-fünf, alles weitere wäre natürlich ein Traum.“
