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„Dixieland-Jazz ist wie Gute-Laune-Tee“

Das Dixie- & Swingfestival feiert sein Zehn-Jahres-Jubiläum. Die Ursprungsidee kam Veranstalter Johannes Hödl zu seinem 60er.

Die „Dixielanders Hall“ mit Franz Posch (vorne Mitte)
© DSF2026
Die „Dixielanders Hall“ mit Franz Posch (vorne Mitte)
Bernd Melichar
Redakteur Kultur & Medien

„Der Dixieland-Jazz entwickelte sich in den 1910er-Jahren in New Orleans. Er entstand primär dadurch, dass weiße Musiker den traditionellen, von afroamerikanischen Musikern kreierten New-Orleans-Jazz nachahmten.“ Das sagt Wikipedia. Johannes Hödl bringt die Musik, die bereits von jungen Jahren an sein Leben bestimmt, so auf den Punkt: „Das ist einfach unglaublich fröhliche Jazz-Musik.“ Nachsatz: „Dixieland ist der Gute-Laune-Tee des Jazz.“

Bereits zum zehnten Mal veranstalten Johannes Hödl und sein Team heuer das Dixie- & Swingfestival Weiz, das ab 7. August an mehreren Orten über die Bühne(n) geht. Die Veranstaltungsreihe ist längst Fixpunkt der Region, und zur Idee kam es laut Hödl so. „Im Vorfeld zu meinem 60er habe ich mir überlegt, ob ich ein Geburtstagsfest machen soll oder nicht. Da kam ich auf die Idee, ein Festival mit Dixieland-Musik zu veranstalten. Es sollte ein einmaliges Ereignis bleiben, aber aufgrund des Erfolgs mussten wir fast weitermachen.“

Das Programm zum Zehn-Jahres-Jubiläum kann sich sehen und vor allem hören lassen. Der beliebte Volksmusikant Franz Posch (“Mei liabste Weis“) mutiert zum Jazztrompeter, kehrt nach langer Pause wieder zum Dixieland zurück und spielt mit seinen „Dixielanders Hall“ am 13. August auf. Eröffnet wird das Jubiläums-Festival am 7. August mit der „Very Old Stoariegler Dixielandband“, in der auch Johannes Hödl den Gute-Laune-Tee serviert.

Die „Very Old Stoariegler Dixielandband“ mit Veranstalter Johannes Hödl (mittlere Reihe, links außen)
© Daniil Bobrov
Die „Very Old Stoariegler Dixielandband“ mit Veranstalter Johannes Hödl (mittlere Reihe, links außen)

Weitere Höhepunkte: Der „Universalmusiker“ Eddie Luis setzt mit dem Leiter der Big Band Weiz, Christoph Pfeiffer, eine bislang unverwirklichte Idee exklusiv in die Tat um. Zum Jubiläum präsentieren sie „Die große Eddie Luis Show“ (14. August). Am 15. August wird „Die lange Nacht des Dixieland“ mit Top-Acts ausgerufen. Der japanische Banjo-Virtuose Ken Aoki rast mit dem Prohibition Orchestra von Nobuo Watanabe über die Bühne des Kunsthauses, die „Nanna Carling Swing Band“ grätscht im Foyer mit Volldampf dazwischen, und im Frank Stronach-Saal macht eine der besten Dixielandbands Europas die Nacht zum Tag: Die „Hot Jazz Band“ aus Ungarn.

The Carling Sisters aus Schweden
© Alexander Ristinmaa
The Carling Sisters aus Schweden

Dixieland kommt von der Straße – und gehört auch heute noch dorthin. Das mag mit ein Grund sein, warum das „New Orleans Straßenmusikfest“ beim Publikum stets so gut ankommt. Wobei heuer eine starke musikalische Frauenphalanx aufgeboten wird. Mit den „Carling Sisters“ aus Schweden, „Miss Lindy & The Wheels“ und „Ladies First“ geben fast ausschließlich weibliche Musikerinnen den Ton an.  

Abgesichert ist das Festival auch finanziell. Nach einer Absage im Vorjahr wegen radikaler Kürzung der Landesförderung ist die Förderung heuer zwar noch immer niedriger als 2024. „Aber es geht sich aus“, so Johannes Hödl.

Zum Programm

Das Dixie- & Swingfestival Weiz findet vom 7. bis 16. August in Weiz, Anger, Ilz und Heilbrunn statt. An 10 Tagen gehen zwölf Veranstaltungen mit 188 Künstlerinnen und Künstlern über die Bühnen. Weiters: Ein Jazzworkshop, eine Banjo-Masterclass mit Ken Aoki, ein Jazzdinner etc.
Alle Infos unter: dixie-swingfestival.at

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