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In Osttirol herrscht erhöhte Waldbrandgefahr

Offenes Feuer und Rauchen im Wald ist verboten. Das Land Tirol und der Landes-Feuerwehrverband appellieren an Vorsicht und Eigenverantwortung.

In ganz Osttirol herrscht Waldbrandgefahr
© APA / Wolfgang Kumm
In ganz Osttirol herrscht Waldbrandgefahr

Aufgrund der geringen Niederschläge und der damit verbundenen Trockenheit, die in den kommenden Tagen anhalten soll, besteht derzeit in ganz Tirol – so auch im Bezirk Lienz – eine erhöhte Gefahr von Wald- und Flurbränden. Die Bezirkshauptmannschaft Lienz erließ bereits eine Waldbrandverordnung. Erst Donnerstagnachmittag ist in Matrei ein Waldbrand ausgebrochen.

Trockene Gräser, Laub, Äste und andere Pflanzenteile können sich leicht entzünden. Bereits ein kleiner Funke oder eine achtlos weggeworfene Zigarette kann ausreichen, um einen Brand auszulösen. Das Land Tirol und der Landes-Feuerwehrverband appellieren daher an die Bevölkerung, beim Aufenthalt in Wald- und Wiesengebieten besonders vorsichtig und verantwortungsbewusst zu handeln. 

Waldbrände können nicht nur große Flächen zerstören, sondern in einem Gebirgsland wie Tirol langfristige Auswirkungen auf die Schutzfunktion der Wälder haben. Forstreferent Josef Geisler warnt deshalb vor den möglichen Folgen: „Unsere Wälder schützen Siedlungen, Verkehrswege und Infrastruktur vor Lawinen, Steinschlag und Muren. Wird die Vegetation durch einen Waldbrand zerstört, kann auch der Waldboden geschädigt werden oder durch Erosion verloren gehen. Bis ein betroffener Wald seine Schutzwirkung wieder vollständig erfüllen kann, können viele Jahre vergehen.“ 

Bei Rauch oder Waldbrand sofort Notruf 122 wählen

Wer einen Wald- oder Flurbrand beziehungsweise eine verdächtige Rauchentwicklung entdeckt, soll umgehend die Feuerwehr unter der Notrufnummer 122 verständigen. Dabei sind möglichst genaue Angaben zum Brandort, zum Ausmaß des Feuers und zu möglichen Zufahrtswegen zu machen. Von eigenen Löschversuchen ist insbesondere bei einer raschen Brandausbreitung oder starker Rauchentwicklung abzusehen. Betroffene sollen sich in Sicherheit bringen und – sofern dies gefahrlos möglich ist – in sicherer Entfernung auf die Einsatzkräfte warten, um diese bei Bedarf einweisen zu können.

„Ein Waldbrand kann sich bei Trockenheit und Wind innerhalb kürzester Zeit ausbreiten. Für eine rasche und gezielte Hilfe ist es entscheidend, dass ein Brand frühzeitig über den Notruf gemeldet und der Standort möglichst genau beschrieben wird. Gleichzeitig gilt: Niemand soll sich bei eigenen Löschversuchen in Gefahr bringen“, betont Landesfeuerwehrkommandant Jakob Unterladstätter. 

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