Nach Chlorgasaustritt war kein Badebetrieb in Kärntner Freibad möglich
Am Abend des 29. Juli mussten mehrere Feuerwehren zum Bleiburger Freibad ausrücken. Der technische Defekt konnte inzwischen wieder behoben werden.

Eine bei über 30 Grad Celsius unpopuläre Nachricht musste der Bleiburger Bürgermeister Daniel Wrießnig am Vormittag des 30. Juli in den sozialen Medien verkünden. „Aufgrund eines technischen Defekts ist derzeit kein Badebetrieb möglich“, hieß es auf der Facebookseite der Bleiburger Volkspartei.
Was ist geschehen? „Es kam gestern am 29. Juli gegen 22 Uhr zu einem Chlorgasaustritt im Technikraum im Keller“, berichtet Vizebürgermeister Johann Rigelnik (ÖVP), der als politischer Referent für das Freibad der Stadtgemeinde Bleiburg/Pliberk verantwortlich zeichnet. Danach sei unmittelbar die Feuerwehr alarmiert worden. „Die Einsatzleitung der Feuerwehr Bleiburg stellte gemeinsam mit dem zuständigen Betreiber am stationären Messgerät im Erdgeschoss stark erhöhte Chlorgaskonzentrationen fest. Aufgrund dieser Messwerte wurde der betroffene Technikraum im Kellergeschoss erkundet. Unverzüglich wurde die Zufuhr der Chlorgasflaschen geschlossen und Spezialkräfte mit Chemieschutzausrüstung nachalarmiert“, berichtet die Freiwillige Feuerwehr Völkermarkt auf ihrer Facebookseite über den Einsatz, an dem neben der FF Bleiburg auch die FF Loibach sowie die FF Michael ob Bleiburg beteiligt waren.
Auch Chemieschutztrupps im Einsatz
Drei Chemieschutzträger der Freiwilligen Feuerwehr Völkermarkt sowie drei Chemieschutzträger der Freiwilligen Feuerwehr St. Michael ob Bleiburg wurden mit einem Handmessgerät mit Chemikalienschutz der Schutzstufe 3 in den Keller entsandt. Die Messungen bestätigten die erhöhten Werte des stationären Messsystems. Im Anschluss wurden die Ventile der Chlordosierung geschlossen und Druckbelüfter zur Belüftung des Technikraumes eingesetzt. In weiterer Folge wurden die beiden Chemieschutztrupps abwechselnd eingesetzt, um laufend Kontrollmessungen durchzuführen und den Einsatzerfolg zu überwachen.
„Es hat keine Gefahr für die Anrainer bestanden“, sagt Rigelnik. Nach der Überprüfung der Anlage stand um die Mittagszeit der Grund für den Austritt des Chlorgases fest. „Anscheiend waren zwei Sensoren kaputt, weshalb die Dosierung nicht mehr stimmte und zu viel Chlorgas unterwegs war“, berichtet der Vizebürgermeister. Nachdem der technische Defekt behoben werden konnte, wird der Badebetrieb ab 13.30 Uhr wieder fortgesetzt.
