Andritz AG meldet Auftragsrekord, Aktie hebt ab
„Der Auftragseingang übertrifft die Erwartungen“, schreiben Analysten. Starke Nachfrage insbesondere aus der Wasserkraftsparte.

Der steirische Anlagenbauer Andritz hat im ersten Halbjahr 2026 einen neuen Rekord beim Auftragsbestand verzeichnet. Dank starker Nachfrage, insbesondere aus der Wasserkraftsparte, stieg der Auftragseingang um 25,2 Prozent auf rund 5,9 Milliarden Euro. Das Konzernergebnis kletterte um 4,9 Prozent auf 201 Millionen Euro, wie das börsennotierte Unternehmen am Donnerstag mitteilte.
Der Umsatz der Andritz-Gruppe erhöhte sich in den ersten sechs Monaten des Jahres um 5,2 Prozent auf 3,84 Milliarden Euro. Ende Juni lag der Auftragsbestand bei rund 12,6 Milliarden Euro, was einem Plus von 20,5 Prozent gegenüber dem Jahresende 2025 entspricht.
Hydropower als tragende Säule
Getragen wurde das Wachstum primär vom Geschäftsbereich Hydropower, der von einer hohen Nachfrage nach erneuerbaren Energien profitierte und den Auftragseingang um fast 82 Prozent auf gut 2,4 Milliarden Euro steigerte. Auch die Bereiche Pulp & Paper sowie Metals verzeichneten Zuwächse bei den Bestellungen. Lediglich die Sparte Environment & Energy verbuchte einen Rückgang von 12,7 Prozent.
Für das Gesamtjahr 2026 hat das Management seine bisherige Prognose bestätigt. Der Konzern erwartet weiterhin einen Jahresumsatz in einer Spanne von 8,0 bis 8,3 Milliarden Euro.
Aktie legt deutlich zu
Die Aktie von Andritz hat am Donnerstag im Frühhandel an der Wiener Börse auf die Präsentation der Geschäftszahlen mit einem satten Kursplus von fast sieben Prozent reagiert. Der Gesamtmarkt repräsentiert durch den heimischen Leitindex ATX legte vergleichsweise 0,8 Prozent zu.
„Der Auftragseingang übertrifft die Erwartungen nach dem Rekordwert von 3,5 Milliarden Euro im vergangenen Quartal deutlich. Der starke Auftragsbestand schlägt sich nun schneller als erwartet in Umsätzen nieder und trägt so zur Profitabilität bei“, schrieben die Analysten der Erste Group in einer ersten Einschätzung.



