Michael Kristoferitsch aus Birkfeld hat die Kreativität im Blut
Kreativ und geschäftstüchtig ist Michael Kristoferitsch: Schon mit 25 Jahren hat sich der Birkfelder mit einem Werbeunternehmen selbstständig gemacht.

Von wem Michael Kristoferitsch das wohl hat, diese Kreativität, diese Lust am Vermarkten und Verkaufen? Vielleicht von Papa Fritz, dem Frontmann der Edlseer? Oder von Mama Sylvia, die ihr Trachtengeschäft „Hoamat Tracht“ in Birkfeld führt? Möglicherweise von beiden?
Egal von wem – Michael Kristoferitsch ist 27 Jahre alt und seit zwei Jahren mit einem eigenen Werbeunternehmen selbstständig. Mit seiner Partnerin Nina Tanzer hat er zwei Töchter. Das Bauernhaus, das er in Haslau abgetragen hat, steht auch schon in frischem Glanz in Birkfeld – über dessen Grenzen hinaus ist er auch weit bekannt.

Wie das? Für die „Graz 99ers“, Österreichs aktuellem Eishockey-Meister, beklebt er Helme, für den Medizinstudiengang der FH Joanneum beschriftet er T-Shirts. „Wir bedrucken von Kulis über Kapperl und Textilien bis zum Firmenauto alles“, erzählt er, während sich die Druckmaschine an einem Transparent für eine Poltergesellschaft abarbeitet. Er entwirft Logos und Aufsteller, für den Volksmusiksender VM1 aus Tirol bastelt er an einem Maskottchen.

„Mir taugt es zu tüfteln“
Manche kennen seinen Firmennamen „Brunpht creative solutions“ als Gin-Marke. „Ja, da mache ich den Vertrieb. Was mir taugt, ist, eine Marke zu machen und zu tüfteln, wie man die verkaufen kann. Ich mag das Ganzheitliche“, erzählt er. Aktiv war und ist er auch bei der Krampusgruppe Joglland Teifl. Aus dieser Leidenschaft entstand das „Kramperlstamperl“, ein Jagatee-Likör, der in Stubenberg erzeugt und von Kristoferitsch vertrieben wird. „Nur zur Krampuszeit“, betont er. Und weil es vom Krampus nicht weit zur Maske ist, schnitzt er die auch selbst – nebst anderen beeindruckenden Schnitzereien. Beigebracht hat er sich das selbst.

Das Werbegeschäft läuft gut: „Angefangen hat es mit den Edlseern, sie haben immer was Grafisches gebraucht. Dann haben die Pagger Buam angefragt und so hat sich das in der Volksmusikszene herumgesprochen, was ich mache. Willi Gabalier hat mich sogar beauftragt, für seinen Bruder Andreas ein Schild für seinen Hof zu schnitzen“, erzählt Kristoferitsch.
Inzwischen hat er für ein paar Stunden eine Mitarbeiterin, Stefanie Weißenbacher. Sein Cousin Tobias Hirsch (Starmania-Finalist 2021) arbeitet in den Ferien für ihn. „Und meine Freundin Nina macht die Buchhaltung und schaut, dass alles sauber ist“, erzählt der Jungunternehmer. Seine Zukunftspläne? „Weitermachen, kreativ sein und wieder mehr schnitzen.“


