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Thalia investierte siebenstelligen Betrag in neue Grazer Filiale

An der Ecke Hauptplatz/Murgasse eröffnet Thalia am Donnerstag eine neue Filiale mit Büchern, Schreibwaren, Spielzeug und mehr. Die Geschäftsführerin über den Handel in Graz – und über Konkurrenz.

Andrea Heumann ist Chefin bei Thalia Österreich und Vizepräsidentin des Handelsverbands
© Klz / Stefan Pajman
Andrea Heumann ist Chefin bei Thalia Österreich und Vizepräsidentin des Handelsverbands
Michael Saria
Redakteur Steiermark-Ressort | Graz

Das Stehen auf den Zehenspitzen, um über den Bauzaun hinweg einen ersten Blick ins Innere zu erhaschen, gehört nun ebenso der Vergangenheit an wie das Verdrehen des Kopfes bei der Bimfahrt um die Kurve: Denn am heutigen Donnerstag ist es so weit, die frische Filiale der Buchhandelsfirma „Thalia“ wird in Graz an der Ecke Hauptplatz/Murgasse eröffnet. Hinter der glänzend schwarzen Fassade und dem grün-weißen Logo warten auf drei Etagen vorwiegend Bücher, darunter sogar ein eigener „English Bookshop“-Bereich, zudem aber auch Stifte, Spielwaren, eine Kinderspielecke, SB-Kassen und mehr. Sowie ein Bekenntnis zum stationären Handel.

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Auf 1500 Quadratmetern und insgesamt …
Auf 1500 Quadratmetern und insgesamt … © Klz / Stefan Pajman

Siebenstellige Investition

So sieht es jedenfalls Andrea Heumann, Geschäftsführerin von Thalia Österreich. Man habe einen siebenstelligen Betrag nicht nur in den Umbau der Räume gesteckt, „wir haben auch bewusst in die Grazer Innenstadt investiert“, betont sie gegenüber der Kleinen Zeitung. Denn trotz aller Herausforderungen glaube Thalia an die Zugkraft der Stadtzentren. Daher habe man auch bewusst diesen neuen Standort in Graz ausgewählt, zusätzlich zu jenen in den Einkaufszentren Murpark, Shopping Nord und in Seiersberg. „Wir investieren ja nicht so viel, um dann nach drei Jahren wieder wegzugehen“, betont Heumann.

Der Moser muss keine Angst vor uns haben, wir aber auch nicht vor ihm.

— Andrea Heumann, Geschäftsführerin Thalia Österreich

Auf die Frage, ob man auch in die Grazer Innenstadt gehe, um der traditionsreichen Buchhandlung „Moser“ Konkurrenz zu machen, schüttelt sie den Kopf: „Nein. Der Moser muss keine Angst vor uns haben, wir aber auch nicht vor ihm. Eine wachsende Stadt wie Graz verträgt doch zwei Buchhandlungen in der Innenstadt.“

Neues Leben in drei prominenten Flächen

Es war ja die dritte Hiobsbotschaft binnen weniger Tage, die im Jänner 2025 die Grazer Wirtschaft ordentlich durchrüttelte: Zunächst war damals der Abschied des Café Sacher in der Herrengasse bekannt geworden, kurz danach auch jener des Manner-Shops auf dem Hauptplatz – und schließlich auch das angekündigte Adieu der Modefirma H&M nur ein paar Meter weiter. Eineinhalb Jahre und zig verschlissene Bohrmaschinenaufsetzer später ist an allen drei Standorten wieder Leben eingekehrt: Im früheren Sacher ist heute das Café Herzog daheim, im ehemaligen Manner-Shop das Café Prontissimo – und an der Ecke zur Murgasse sind nun eben Bücher in Mode.

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