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Adria-Urlauber mussten per Schiff vom Strand evakuiert werden

Italien, Frankreich und Spanien kämpfen gegen verheerende Waldbrände. Nun mussten mehr als 400 Strandbesucher an der südlichen Adriaküste per Schiff evakuiert werden. Es war „die einzig machbare Evakuierungsroute“.

Die Urlauber konnten aus dem Gebiet rund um die Stadt Peschici in Apulien nur noch per Schiff evakuiert werden
© AFP
Die Urlauber konnten aus dem Gebiet rund um die Stadt Peschici in Apulien nur noch per Schiff evakuiert werden

Der Süden Europas kämpft weiter gegen die heftigen Waldbrände an. An der südlichen Adriaküste sind in Italien nun Hunderte Menschen evakuiert worden. Insgesamt handelte es sich dabei um mehr als 400 Touristen und Strandbesucher in dem Gebiet rund um die Stadt Peschici in der Region Apulien.

Dabei musste die Küstenwache die Urlauber „über den Seeweg“ evakuieren, wie sie in Online-Diensten berichten. Dies sei „die einzig machbare Evakuierungsroute“ gewesen. An dem Einsatz waren sechs Schiffe der Küstenwache, drei Boote der italienischen Finanzpolizei und etwa zehn private Schiffe beteiligt.

Waldbrände in Süditalien

Der Waldbrand in der Region Apulien breitet sich stetig aus. Zahlreiche Einsatzkräfte kämpfen gegen die Flammen, laut dem Ortschef von Peschici sei die Lage jedoch „unter Kontrolle“. Auf Sardinien musste wegen eines sich rasch ausbreitenden Feuers ein Seniorenheim evakuiert werden. Ein weiterer Waldbrand bedroht die Umgebung der Gemeinde Portoscuso im Südwesten Sardiniens. Die Flammen breiteten sich in Richtung eines Pinienwaldes und des Industriegebiets von Portovesme aus.

Im Pollino-Nationalpark in Kalabrien wütet seit mehr als zwei Tagen ein Großbrand, wie die Feuerwehr berichtete. Das Feuer hat schwer zugängliches Berggelände mit dichter Vegetation und hohem Baumbestand erfasst. Nach Angaben von Anwohnern kommt es in der gesamten Bergregion bis in die benachbarte Basilikata bereits seit rund fünf Tagen immer wieder zu Bränden. Mehrere Waldbrände haben die Küste der Region Molise an der Grenze zur Halbinsel Gargano erfasst. Urlauber mussten Campingplätze und Strandbäder verlassen.

Die Karte zeigt die Schwerpunkte von Waldbränden in Südeuropa am 24. Juli 2026. Besonders betroffen sind Spanien und Italien mit mehreren Brandherden. Quelle: EFFIS.

Notstand in Frankreich und Spanien

Auch in Frankreich und Spanien kämpft man gegen massive Waldbrände an. Mittlerweile wurden bereits mehr als 300.000 Menschen evakuiert. Im Südwesten Frankreichs sind die Flammen inzwischen bereits kurz vor dem Großraum Bordeaux. Von einem „Notstand von nationaler Tragweite“ spricht man indes bereits in Spanien. Allein der Waldbrand in der Nähe von Valencia hat einen Umfang von 21 Kilometern erreicht.

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