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Steirische Polizei warnt: „Wenn die Mopedn 76 km/h auf der Walze knackt“

Die steirische Polizei klärt auf, wann man das Kennzeichen für sein Moped verliert – der „allseits beliebte Taferlriss“, wie es in einem Video heißt, das sich an Jugendliche als Zielgruppe richtet.

Ein blaues Moped in der Stadt, gefahren von einem Mann mit schwarzem Helm, schwarzer Jacke, schwarzer Hose und schwarzer Umhängetasche
© KLZ/ Jürgen Fuchs
Sujetfoto|Sujetfoto
Gerald Winter-Pölsler
Stv. Leiter Steiermark-Ressort

Es sind Aufklärungsvideos, die sich gezielt an Jugendliche richten. Die steirische Polizei hat in den sozialen Medien eine „Moped-Serie“ gestartet und warnt vor einem jahrzehntealten „Brauchtum“: dem Auffrisieren der Mopeds, um die offizielle Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h zu übertrumpfen.

Ab 66 km/h auf der Walze – das entspricht 49,6 km/h auf der Straße – gibt es eine Anzeige. „Wegen des Überschreitens der Bauartgeschwindigkeit“, wie im Video erklärt wird. Ab 76 km/h auf der Walze (59,6 km/h auf der Straße) muss man die Nummerntafel abgeben. „Den allseits beliebten Taferlriss gibt es aber nicht nur, wenn die Mopedn die 76 km/h auf der Walze knackt“, formuliert es der Polizeibeamte im Video bodenständig – und zählt weitere Vergehen auf.

Gefahr-in-Verzug-Mängel bei Mopeds

Es gibt nämlich auch andere „Gefahr-im-Verzug-Mängel“. Etwa wenn bei den Bremsen nur mehr Metall auf Metall trifft. „Das funkt zwar wunderschön, bremst aber nicht gut.“ Oder wenn eine der Motoraufhängungen gerissen ist, weil der auffrisierte Zylinder zu stark für den Motor wurde. Oder wenn „Betriebsmittel herausrinnen während der Kontrolle“.

So ein „Taferlriss“ bringt dann eine Reihe von Anzeigen mit sich, die Strafen summieren sich schnell auch auf 600 bis 800 Euro. Daher der Tipp der Polizei: Finger weg vom Auffrisieren und regelmäßig die Verschleißteile am Moped kontrollieren. Zum Beispiel die Reifenprofiltiefe. „Da habt ihr einen Indikator drin, der euch sagt, wann der Reifen durch ist“, heißt es im Video.

Das Video polarisiert in den sozialen Medien, auf Facebook und Instagram wird kräftig kommentiert. Die einen kritisieren, dass die Polizei „bitte lieber Bahnhöfe und Parks kontrollieren“ soll, andere finden es gut, dass man sich auch bei Jugendlichen um die Verkehrssicherheit kümmert.

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