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Immer mehr Junge wollen ihre eigenen Chefs sein

1930 Unternehmen wurden im ersten Halbjahr in Tirol gegründet. Das ist ein Plus von 13,7 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2025.

Tirol zeigt sich weiterhin als attraktiver Standort für Unternehmensgründungen
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Tirol zeigt sich weiterhin als attraktiver Standort für Unternehmensgründungen

Die Gründungsdynamik in Tirol ist ungebrochen: Im ersten Halbjahr wurden in Tirol 1930 Unternehmen neu gegründet. Das entspricht einem Plus von 13,7 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum 2025 und liegt damit deutlich über dem österreichweiten Durchschnitt von 4,5 Prozent. Mit 8,9 Prozent aller österreichischen Neugründungen zeigt sich Tirol weiterhin als attraktiver Standort für Unternehmensgründungen.

„Dass Tirol bei den Neugründungen weit über dem Österreichschnitt liegt, ist ein starkes Signal. Immer mehr Menschen entscheiden sich bewusst für den Schritt in die Selbstständigkeit und übernehmen Verantwortung. Jede Gründung bringt neue Ideen, schafft Wertschöpfung und stärkt unseren Wirtschaftsstandort nachhaltig“, sagt Barbara Thaler, Präsidentin der Wirtschaftskammer Tirol.

Österreichweit wurden im ersten Halbjahr 21.718 Unternehmen gegründet. Die meisten Neugründungen entfielen auf die Sparten Gewerbe und Handwerk (37,8 Prozent), Information und Consulting (23,4 Prozent) sowie Handel (22,9 Prozent). Die häufigste Rechtsform bleibt das Einzelunternehmen mit einem Anteil von 82,6 Prozent. Die gründungsstärkste Altersgruppe sind die 30- bis 40-Jährigen, das durchschnittliche Gründungsalter liegt bei 36,6 Jahren.

„Bürokratie darf Mut nicht ausbremsen“

Die Entscheidung für die Selbstständigkeit erfolgt vor allem aus persönlicher Überzeugung. Für 68,3 Prozent der Gründerinnen und Gründer stand der Wunsch im Vordergrund, die eigene Chefin beziehungsweise der eigene Chef zu sein. Jeweils 65,9 Prozent nannten die Selbstständigkeit als neue berufliche Perspektive sowie den Wunsch nach einer flexibleren Zeit- und Lebensgestaltung.

„Die Ergebnisse zeigen klar: Unternehmertum ist für viele Menschen eine bewusste Lebensentscheidung. Junge und engagierte Gründerinnen und Gründer wollen Ideen verwirklichen, Verantwortung übernehmen und ihre Zukunft selbst gestalten. Diesen Mut müssen wir unterstützen und dürfen ihn nicht durch unnötige Bürokratie ausbremsen“, sagt Stefan Monitzer, Landesvorsitzender der Jungen Wirtschaft Tirol.

Gründungswoche von 28. September bis 2. Oktober

Trotz der positiven Entwicklung bleiben bürokratische Hürden eine große Herausforderung. Viele Gründer wünschen sich einfachere Verfahren, schnellere Behördenwege und bessere Finanzierungsmöglichkeiten. „Wer den Mut hat zu gründen, braucht einen Staat, der beschleunigt statt bremst. Deshalb müssen Gründungen einfacher, digitaler und unbürokratischer werden“, unterstreicht Thaler.

Die Wirtschaftskammer Tirol unterstützt angehende Unternehmer beim Start in die Selbstständigkeit. Im ersten Halbjahr 2026 wurden 4137 Gründungsberatungen durchgeführt. Zusätzlich nahmen rund 850 Personen an Workshops und Informationsveranstaltungen teil. Für weitere Infos findet von 28. September bis 2. Oktober die Tiroler Gründungswoche statt. Weitere Infos unter: www.gruendungswoche.tirol

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