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Kärntner Piercerin kümmert sich nun auch um Zähne ihrer Kunden

Julia Kaplan, Inhaberin der Waxingbox in St. Veit und zertifizierte Piercerin, bietet ab Herbst Zahnschmuck an. Sie absolvierte die Ausbildung zur „Zahnschmuck-Managerin“.

Eine tätowierte Frau sitzt auf einem Hocker und blickt auf ein Plastikgebiss. In der Hand hält sie eine UV-Lampe, die blau leuchtet.
© KLZ / Dorian Wiedergut
In der Waxingbox gibt es neben Piercings bald auch Zahnschmuck
Dorian Wiedergut
Redakteur Regionalredaktion St. Veit/Feldkirchen

Marilyn Monroe stellte in den 1950er-Jahren fest: „Diamonds are a girl’s best friend.“ Darüber, dass diese Aussage stimmt, kann Julia Kaplan (40) bestimmt ein Lied singen. Als St. Veits einzige Piercerin dreht sie den Leuten laufend funkelnde Schmuckstücke in die Ohren. Ab Herbst erweitert sie ihr Angebot und klebt auch glitzernde Steinchen auf die Zähne ihrer Kunden.

Kaplan absolvierte nämlich die Ausbildung zur sogenannten Zahnschmuck-Managerin. Damit ist sie, neben Zahnärzten, befugt, Klunker auf die Beißer zu kleben. „Ich bin vermutlich die einzige Piercerin in Kärnten, die so etwas anbietet“, verkündet sie voller Stolz. Die einmonatige Ausbildung absolvierte sie online bei zwei verschiedenen Firmen – eine aus Deutschland, eine aus den Niederlanden. „Die Abschlussprüfung war vor Ort in Deutschland.“ Gelernt wurde zum Beispiel die Geschichte des Zahnschmucks, verschiedene Themen des Materials oder der Zahngesundheit. Natürlich gab es auch einen praktischen Teil. Geübt wurde an Plastikzähnen, ehe sich Kaplan an echte wagen durfte. „Für die Prüfung begleitete mich mein Model nach Deutschland.“

Neben Zahnschmuck bietet Kaplan auch Piercings, Waxing und weitere kosmetische Behandlungen an
© KLZ / Dorian Wiedergut
Neben Zahnschmuck bietet Kaplan auch Piercings, Waxing und weitere kosmetische Behandlungen an

Mit einem weiteren Diplom für ihre Sammlung kehrte sie anschließend nach Österreich zurück. Waxing, Piercing, Visagistik, Lash-Lifting und Zahnschmuck sind in ihrem Repertoire. „In Österreich ist Zahnschmuck Teil des Kosmetikgewerbes und ich bin Kosmetikerin.“ Ab Herbst möchte Kaplan mit dem neuen Angebot loslegen. Termine sind telefonisch buchbar. Mitbringen sollte man saubere Zähne. „Am besten vorher zur Zahnhygiene gehen, für eine saubere Oberfläche. Danach eine Stunde nicht essen, trinken oder rauchen.“ Der Vorgang ist absolut schmerzfrei. „Es kann nichts passieren und entsteht auch kein Schaden am Zahn. Es ist nur geklebt“, beruhigt Kaplan.

Was den Schmuck betrifft, so bietet sie neben klassischen runden Steinchen auch Sternchen, Tropfen und Schmetterlinge an. Dabei ist die Zahnschmuck-Managerin auch für Motiv-Sonderwünsche offen. Für das Material werden ausschließlich Swarovski-Steine verwendet. Bereits die Maya schmückten ihre Zähne mit Edelsteinen. Ab Herbst gibt es nun auch in St. Veit die Möglichkeit, das eigene Lächeln zum Funkeln zu bringen.

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