Tausende Feierwütige verschlägt es ins Gailtal
Sieben Theken, Live-Musik und gute Stimmung: Am 8. August wird zum legendären „Rattendorfer Waldfest“ geladen. Über 100 Personen helfen bei der Organisation.
Auf das inzwischen 58. „originellste Fest im Gailtal“ bereiten sich seit Monaten 92 aktive Mitglieder der Burschenschaft Rattendorf vor. Obwohl sich die Jungs und Mädels dem Brauchtum und den Traditionen der Region eng verbunden fühlen, haben sie es sich zum Ziel gesetzt, Abwechslung in den Veranstaltungskalender zu bringen. Neben Festen und geselligen Zusammenkünften organisieren sie mit viel Einsatz das weit über die Grenzen des rund 300-Seelen-Ortes hinaus bekannte „Rattendorfer Waldfest“. „Es ist wirklich eine Menge Arbeit, eine Veranstaltung dieser Größenordnung auf die Beine zu stellen. Um die Musik müssen wir uns beispielsweise schon ein Jahr vorher kümmern. Die Vor- und Hauptband sollten so früh wie möglich fixiert werden“, schildert Schriftführer-Stellvertreter Fabian Jank.
Unter dem Motto „Oft kopiert – aber nie erreicht“ sind alle Beteiligten damit beschäftigt, am 8. August für eine unvergessliche Party-Nacht zu sorgen. Das Erfolgsrezept ist einfach, hat sich jedoch bewährt: Live-Musik, kalte Getränke, heimische Schmankerln und gute Stimmung. „Die Kärntner Rebellen“ und „Volxrock“ werden den Besuchern auf der Tanzfläche einheizen.
Die Theken werden vorbereitet
Nach einigen durchtanzten Liedern steht ein Stopp an der Bar an – die Auswahl ist groß. „Wir haben sieben Theken, die allesamt aus Holz angefertigt und zwischen Bäume gezimmert wurden. Schon zwei Wochen vorher sind wir jeden Tag vor Ort, um die Theken herzurichten. Die Theken halten zwischen sieben und zehn Jahren. Danach reisen wir sie komplett ab und bauen eine neue auf“, sagt Jank. Betrieben werden sie von den Mitgliedern der Burschenschaft. Unterstützt werden diese von 20 externen Helfern. Insgesamt sind rund 100 Leute notwendig, um den Ausschank abzuwickeln.
Die Stationen haben unterschiedliche Mottos – angepasst an die Getränke. Neben einer Essens-Theke und einer Servier-Theke finden Besucher eine Bierkarussell-Theke, einen Bier-Löschzug, eine Schnaps-Theke und eine Weintheke vor. Besonders stolz sind die Veranstalter auf ihre Kultbar – das Mausloch 3.0 ist der „Publikumsliebling“. Spezial-Getränke, Show-Einlagen und ein eigener DJ machen den Besuch zu einem einzigartigen Erlebnis.
Die Vorbereitungen sind in vollem Gange
Der Aufwand wird mit Erfolg belohnt: Rund 2500 nationale und internationale Besucher lockt das Fest jährlich in den Rattendorfer Wald. Das Programm richtet sich an alle Zielgruppen – Party-Freunde aller Altersgruppen sind willkommen. Die Burschenschaft selbst beschreibt ihr Projekt als ursprünglich, originell und unverwechselbar: „Wer einmal da war, kommt wieder.“ Immerhin handle es sich um „das erfolgreichste Fest im Gailtal“. Da es sich um ein Open-Air-Fest handelt, muss jedoch das Wetter mitspielen.
„Wir haben immer einen fixen Ersatztermin. Seit ich dabei bin – das ist seit nunmehr elf Jahren – mussten wir diesen allerdings noch nie in Anspruch nehmen“, sagt Jank, der sich mit 16 Jahren der Burschenschaft anschloss. Für das engagierte Team wird es die kommenden Tage stressig – die letzten Vorbereitungen stehen an. Der Aufbau des rund drei Hektar großen Festgeländes und der rund 100 Quadratmeter großen Tanzbühne, sowie das Verlegen von Strom und Lichterketten und die Installation der Sanitäranlagen hält die Beteiligten auf Trab.
Das Rattendorfer Waldfest
Wann? 8. August
Wo? Rattendorfer Waldstück (südlich von Rattendorf)
Was? Warm-Up mit „Die Kärntner Rebellen“ von 18 bis 22 Uhr, Live-Musik mit „Volxrock“
Gratis Eintritt bis 19 Uhr, danach 14 Euro, Vorverkauf 10 Euro
Im Preis inbegriffen ist ein kostenloser Shuttlebus-Service.
Weitere Informationen: www.burschenschaft-rattendorf.at/events


