In letzter Zeit war es – wenn überhaupt – eher üblich, dass Spieler oder Ex-Spieler vom KAC nach Salzburg wechseln. Diesen Sommer ist es umgekehrt. Der vierte Neuzugang der Rotjacken in dieser Transferphase hat es jedenfalls in sich:
Vom EC Salzburg kommt Angreifer Travis St. Denis zum österreichischen Rekordmeister, an den er sich vertraglich vorerst für ein Jahr gebunden hat. St. Denis stammt aus der kanadischen Provinz British Columbia, wo er auch seine Nachwuchsausbildung genoss. In das Erwachseneneishockey startete er im US-Amerikanischen College-System, wo er zwischen 2012 und 2016 sehr erfolgreich für die Quinnipiac University spielte.
Für den giftigen Stürmer, der sowohl im Zentrum als auch am Flügel einsetzbar ist, folgte 2016 der Wechsel in den Profibereich, fünf Spielzeiten hindurch lief er in der American Hockey League (AHL) auf, wo er 294 Einsätze für Bridgeport und Binghampton absolvierte und dabei gute 145 Scorerpunkte verbuchte. Von 2021 bis 2025 war Travis St. Denis durchgehend in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) aktiv, dort stand er drei Jahre lang bei den Straubing Tigers und eines beim ERC Ingolstadt unter Vertrag und erzielte dabei im Schnitt 19 Tore pro Saison.
Über die Mozartstadt an den Wörthersee
Die vergangene Spielzeit verbrachte der Kanadier bei den ICE-Kollegen vom EC Salzburg, bei den Red Bulls avancierte er (mit 45 Zählern, davon 21 Treffern, in 51 Ligaspielen) zum teamintern zweitbesten Scorer hinter Michael Raffl. Zudem sammelte er in der jüngeren Vergangenheit auch reichhaltige internationale Erfahrung, die kommende beim EC-KAC wird seine fünfte Spielzeit in Serie sein, in der er in der Champions Hockey League im Einsatz ist. Einzig die oft thematisierte Verjüngung der KAC-Mannschaft wird damit nicht forciert, St. ist 33 Jahre alt.
„Travis St. Denis bringt viel Erfahrung aus zehn Profi-Saisonen aus Nordamerika und Europa mit in unsere Mannschaft. Er hat in verschiedenen guten Ligen konstant unter Beweis gestellt, dass er in der Offensive große Beiträge liefern kann. Sein Spielstil ist kantig, er ist ein kleinerer Stürmer, agiert aber meist sehr giftig, lässt sich nicht viel bieten und steht stets für sich und sein Team ein“, skizziert Headcoach Krik Furey.