Langsam aber sicher kommt Bewegung in die mit 18,5 Millionen Euro dotierte Generalsanierung der Brucker Mittelschule. Nachdem diese im März 2026 im Gemeinderat beschlossen wurde, wird das in die Jahre gekommene Gebäude in den nächsten Wochen im Zuge einer vertiefenden Bestandserhebung umfassend untersucht.
Das ist notwendig, da man bisher unter SPÖ einen kompletten Neubau der Schule verfolgt hatte, dieser wurde aber bekanntlich von der neuen ÖVP-FPÖ-Stadtregierung gestoppt. Ohnehin war die Mittelschule zu diesem Zeitpunkt schon längst zu einem politischen Spielball geworden, nachdem die Gemeinde Pernegg, die sich aufgrund der Schulsprengelzugehörigkeit damals noch am Neubau hätte beteiligen müssen, im Gemeinderat für einen Wechsel in den Schulsprengel Frohnleiten gestimmt hatte.
Wie berichtet, hat sich die Bildungsdirektion in ihrer Empfehlung im Mai diesen Jahres gegen einen Wechsel ausgesprochen. Damit man die von der Brucker ÖVP-FPÖ-Koaliton präferierte Sanierung jetzt in Plänen konkretisieren kann, werden die Ziviltechniker des Unternehmens „Lugitsch&Partner“ vertiefende Erhebungen zur Statik, Haustechnik, dem Dach, Elektroinstallationen und der baulichen Substanz insgesamt durchführen.
100.000 Euro für Untersuchung
Die Techniker haben sich bereits im Zuge des geplanten Neubaus intensiv mit der Mittelschule befasst und sind dementsprechend gut mit ihr vertraut. Auch eine vollständige Vermessung des Gebäudes sowie die Erstellung von Bestandsplänen werden vorgenommen. „Nach Abschluss der Untersuchungen, die sich auf rund 100.000 Euro belaufen, werden die Ergebnisse der Untersuchung in einem Gesamtbericht zusammengeführt. Erst auf dieser Basis kann der Planer mit den konkreten Planungen für die Generalsanierung beginnen“, erklärt man von Seiten der Stadt.
Der vom Land vorgegebene Kostendeckel von 18,5 Millionen Euro darf dabei nicht überschritten werden, weshalb die Sanierungsmaßnahmen nach dem Prinzip „Design to Cost“ geprüft werden. Das bedeutet, dass die Kosten möglicher Maßnahmen von Anbeginn bei der Planung miteinbezogen werden.
Auf Seiten der Stadtregierung zeigt man sich jedenfalls glücklich darüber, dass man nun nach monatelanger Vorarbeit endlich in die Umsetzung übergeht. „Mit den Untersuchungen in den Sommerferien schaffen wir die Grundlage, damit die Planung der Generalsanierung sauber, realistisch und verantwortungsvoll beginnen kann“, zeigte sich Bürgermeisterin Susanne Kaltenegger bei einem Baustellenbesuch erfreut vom Fortschritt der Arbeiten.