Wie kann ich mehlige Äpfel am besten verarbeiten?
Werden Äpfel falsch oder zu lange gelagert, verlieren sie an Feuchtigkeit und werden mehlig. Das bedeutet allerdings nicht, dass sie nicht mehr genießbar sind, denn zum Kochen eignen sie sich hervorragend.

Äpfel sind nicht nur wertvolle Vitaminlieferanten, sondern sind durch ihre Süße auch noch schmackhafte Snacks. Durch den natürlichen Reifeprozess verlieren sie allerdings nach der Ernte an Feuchtigkeit, zurückbleibt das mehlige Fruchtfleisch. Auch falsche Lagerung kann dazu führen, dass die beliebte Frucht schneller an Frische verliert, zudem gibt es individuelle Unterschiede zwischen einzelnen Sorten. Genießbar ist der Apfel dann aber trotzdem noch und eignet sich perfekt zum Kochen und Backen.
Sortenbedingte Unterschiede
Sommeräpfel eignen sich eher weniger, lange gelagert zu werden, dazu gehört unter anderem der Golden Delicious. Wenn er spät geerntet wird, bekommt er eine mehlige Konsistenz.
Sorten, die bei richtiger Lagerung unterdessen sehr gut halten:
- Jonagold
- Elstar
- Braeburn
- Gala
Um zu vermeiden, dass Äpfel schnell mehlig werden, sollten sie kühl und dunkel gelagert werden, eine Obstschale ist deshalb nicht gut geeignet. Am besten halten sich Äpfel im Keller oder im Gemüsefach des Kühlschranks. Dort sollten sie allerdings bestenfalls keinen Kontakt mit anderen Obst- oder Gemüsesorten haben.
Auch außerhalb des Kühlschranks ist es ratsam, Äpfel nicht gemeinsam mit anderem Obst und Gemüse zu lagern. Während das Reifegas Ethylen, das Äpfel absondern, zur schnelleren Reifung von anderen Obstsorten führen kann, funktioniert dieser Prozess auch umgekehrt. Übereinander sollten Äpfel ebenfalls nicht gelagert werden, weil sie leichter Druckstellen bekommen.

Perfekt für süße Mehlspeisen
Wenn es doch passiert und die Äpfel im Vorratsschrank mehlig werden, sind sie in süßen Mehlspeisen aus dem Backrohr am besten aufgehoben. Ob Kuchen, im Haferbrei, püriert oder im Salat – mehlige Äpfel eignen sich zur Verwertung in zahlreichen Rezepten. Zudem gibt es für sie in der Küche mehr Anwendungsmöglichkeiten als für jene mit knackigem Fruchtfleisch. Apfelkuchen kann mit Walnüssen verfeinert werden, auch ein einfacher Rührteig schmeckt mit mehligen Äpfeln gleich besser. Wer keinen Kuchen mag, kann mehlige Äpfel zu Apfelmus, Marmelade oder Chutney verarbeiten. Auch für einen klassischen Apfelstrudel eignet sich das Obst, das bereits länger im Schrank liegt, bestens.
Zutaten:
- 2 Äpdel
- 1 Zwiebel
- 2 EL Zucker
- 2 EL Apfelessig
- Salz und Pfeffer
- 3 Gewürznelken
- 0,5 Zimtstange
Zubereitung
- 1
Äpfel waschen, halbieren und das Kerngehäuse entfernen. Danach die Äpfel in kleine Stücke schneiden. Die Zwiebel schälen und würfelig schneiden.
- 2
Zucker im Topf karamellisieren lassen und Äpfel und Zwiebel dazugeben, anschwitzen lassen und mit dem Essig ablöschen.
- 3
Salz, Pfeffer und Zimtstange dazugeben, für 30 Minuten köcheln lassen. Danach die Zimtstange und die Nelken entfernen. Das Chutney kann nun in einem Glas abgefüllt werden.
Rezept für Apfel-Crumble
Zutaten
- 1 kg Äpfel
- 2 EL Zitronensaft
- 1 Pck. Vanillezucker
- 0,5 TL Zimt
- 160 g Mehl
- 100 g brauner Zucker
- 1 Prise Salz
- 100 g Butter
- Butter für die Form
Zubereitung
- 1
Äpfel schälen, entkernen und in kleine Würfel schneiden. Das Obst dann mit dem Zitronensaft, Vanillezucker und Zimt vermischen. Feuerfeste Förmchen mit Butter einfetten, das Backrohr auf 180 Grad Umluft vorheizen.
- 2
Mehl mit dem braunen Zucker und dem Salz in einer Schüssel vermengen und die Butter hinzugeben. Danach zu einer krümeligen Masse verkneten.
- 3
Die Förmchen bis zum Rand mit den Apfelwürfeln füllen und großzügig mit Streuseln bedecken. 20 Minuten ins Backrohr geben und am besten warm servieren.