3D-Druck in die Breite bringen
Über die Jahre hat die FH Kärnten umfassendes Wissen rund um den 3D-Druck aufgebaut – das im Projekt TransAC nun weitergereicht wird.

Vom kleinen Ersatzteil, das sonst nirgendwo mehr zu finden ist, bis hin zum nützlichen Alltagsgegenstand oder Deko-Artikel, der es nie in die Massenfertigung schaffen würde: 3D-Druck ermöglicht individuelle Fertigung von Objekten, deren Einsatzmöglichkeiten und kreativen Gestaltung kaum Grenzen gesetzt sind. Mit pfiffigen Ideen hat sich so ein ganzer Wirtschaftszweig entwickelt, in dem nicht wenige Hobby-Bastler zu Unternehmern gereift sind. Die FH Kärnten beschäftigt sich schon seit Jahren wissenschaftlich mit dem 3D-Druck – und will jetzt noch mehr Menschen ermöglichen, die Möglichkeiten dieser Technologie sinnvoll zu nutzen.
Im Projekt TransAC werden regionale Trainingszentren in sieben Partnerländern entwickelt: Bosnien und Herzegowina, Kroatien, Deutschland, Serbien, Rumänien, Österreich und der Ukraine. „Wir wollen gerade dort, wo ländliche Strukturen, wirtschaftliche Umbrüche oder Krisen die Zukunftsperspektiven einschränken neue Lern- und Arbeitschancen schaffen“, sagen Sandra Schulnig und Ingrid Krumphals, die an der FH Kärnten das Projekt leiten.
Profitieren soll davon Industrie, Handwerk, Bildung und regionale Wertschöpfung in den jeweiligen Regionen. Nicht alle sind technologisch so gut ausgestattet wie die FH Kärnten, daher sind im Projektbudget auch Mittel für die Schaffung neuer Infrastruktur enthalten: „In Serbien wird beispielsweise ein mobiles Labor eingerichtet, um direkt in ländliche Gebiete zu fahren“, sagt Krumphals.
Das Trainings-Zentrum in Österreich steht für alle Altersgruppen offen – vom Schulkind bis hin zu Personen 50 plus. Während es bei Jugendlichen vor allem um Berufsorientierung geht, soll bei Älteren stärker auf Umschulung und das Anknüpfen an vorhandene Kompetenzen und den Abbau von Berührungsängsten gegenüber neuen Technologien gesetzt werden. Schulnig: „Wir wollen daher nicht einfach bloß vermitteln, wie man einen 3D-Drucker bedient, sondern Menschen dazu befähigen, die Technologie zu verstehen und sinnvoll einzusetzen.“
Diese Seite erscheint in Kooperation mit der Kärntner Hochschulkonferenz. Die redaktionelle Verantwortung liegt ausschließlich bei der „Kleinen Zeitung“.

Wir wollen Menschen befähigen, den 3D-Druck zu verstehen und sinnvoll einzusetzen.
— Sandra Schulnig
Projektinfo
TransAC ist ein internationales Interreg-Danube-Region-Projekt unter Leitung der FH und kofinanziert durch die Europäische Union. Gestartet ist das angewandte Forschungsprojekt im April 2025 mit dem Ziel, in sieben Partnerländern regionale Trainingszentren für 3D-Druck zu etablieren. Das Projekt läuft noch bis 2028 und ist mit insgesamt zwei Millionen Euro dotiert.