Diese Woche fanden Wanderer in der Nähe der Laghi di Fusine bei Tarvis zwei Leichen. Bei den Opfern dürfte es sich laut aktuellem Ermittlungsstand um zwei Slowenen, eine Frau und einen Mann, handeln. Man vermutet, dass die beiden Opfer eines Bergunfalls geworden sind.

Laut der staatlichen italienischen Nachrichtenagentur ANSA waren die Leichen bereits stark verwest. Der hinzugezogene Gerichtsmediziner schätzte den Todeszeitpunkt auf Anfang Juni. Die leblosen Körper wurden auf einer felsigen Klippe in einer Seehöhe von etwa 900 Metern gefunden. Beide Opfer trugen Sport- beziehungsweise Wanderbekleidung.

Bei der Verstorbenen wurde ein Ausweis gefunden. Demnach handelt es sich um eine 49-jährige Slowenin. Die Identität der anderen Person konnte noch nicht geklärt werden, Ermittler gehen aber davon aus, dass es sich um eines ihrer Kinder handeln dürfte. Eine Obduktion wurde angeordnet.

Fahrzeug der Verstorbenen gefunden

Mittlerweile wurde das Auto der Frau auf einem Parkplatz im Wandergebiet bei den Laghi di Fusine gefunden. Die Tatsache, dass der Schlüssel, den man im kleinen Rucksack der Verstorbenen gefunden hatte, zum Fahrzeug passt, bestätigte die von den Ermittlern verfolgte Spur. Die Ermittlungen werden von den Carabinieri der Kompanie Tarvisio geführt, die gemeinsam mit der Bergrettung der Guardia di Finanza und der Feuerwehr am Fundort im Einsatz standen.

Keine Vermisstenanzeige

Dass die Leichen gefunden wurden, war reiner Zufall. Denn es gab weder eine Vermisstenanzeige noch eine aktuell laufende Suchaktion in diesem Gebiet. Entdeckung war reiner Zufall. Bevor die Wanderer die Leichen gefunden hatten, waren in Italien keine Suchaktionen eingeleitet worden. Auch beim Internationalen Zentrum für Polizei- und Zollzusammenarbeit in Thörl-Maglern in Kärnten, in dem italienische, slowenische und österreichische Beamte grenzüberschreitend zusammenarbeiten, waren keine Personen als vermisst gemeldet worden.