Zu einem Dachstuhlbrand bei einem Wohnhaus in St. Johann im Rosental wurden am Dienstag gegen 13.32 Uhr zunächst insgesamt zwölf Feuerwehren alarmiert. „Bereits bei der Anfahrt war die starke Rauchentwicklung weithin sichtbar. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte drang dichter Rauch aus dem Dachbereich des Gebäudes, weshalb umgehend ein umfassender Außenangriff unter schwerem Atemschutz eingeleitet wurde“, teilt Thomas Holzer vom Bezirksfeuerwehrkommando Klagenfurt-Land mit.
Drei weitere Feuerwehren wurden nachalarmiert. Mehrere Atemschutztrupps standen im Einsatz, um eine weitere Brandausbreitung zu verhindern und die Brandherde gezielt zu bekämpfen. „Mittels der Teleskopmastbühne TM32 der Freiwilligen Feuerwehr Ferlach und der Drehleiter DLK der Freiwilligen Feuerwehr Viktring-Stein/Neudorf wurde die Dachhaut gezielt geöffnet, um versteckte Glutnester im Dachstuhl freizulegen“, erklärt Holzer. Dadurch konnten gezielte Löschmaßnahmen durchgeführt und der Brand sukzessiv unter Kontrolle gebracht werden.
Herausforderung
„Die Löscharbeiten stellten die Einsatzkräfte auch körperlich vor enorme Herausforderungen. Bei Umgebungstemperaturen von über 30 Grad Celsius verlangt der Einsatz den Feuerwehrmitgliedern – insbesondere den unter schwerem Atemschutz eingesetzten Trupps – alles ab“, sagt Holzer.
Dank des raschen und koordinierten Zusammenwirkens aller eingesetzten Kräfte konnte eine weitere Ausbreitung des Brandes verhindert werden. Stand 16 Uhr dauern die Löscharbeiten aber noch an. Im Einsatz stehen die Freiwilligen Feuerwehren Feistritz im Rosental, Ferlach, Göltschach, Hundsdorf, Kappel an der Drau, Kirschentheuer, Ludmannsdorf, Maria Rain, Ressnig, St. Johann im Rosental, Suetschach, Unterbergen, Viktring-Stein/Neudorf, Weizelsdorf, Wellersdorf sowie Polizei und Rotes Kreuz.
Aufgrund des umfangreichen Einsatzgeschehens musste die B85 im Bereich der Einsatzstelle für den Lkw- und Busverkehr zeitweise gesperrt werden.