Es kommt nicht selten vor, dass Bergsteiger im Zuge der Erklimmung des höchsten Berges der Welt verunfallen oder ihr Leben verlieren. In den letzten Jahrzehnten erklommen tausende Bergsteiger den Mount Everest. Viele andere scheiterten vor dem Gipfel.
Immer wieder werden am Weg nach oben Leichen gefunden, einige davon konnten bis heute nicht zugeordnet werden. Einer der Verstorbenen, der aufgrund seiner leuchtend grünen Schuhe „Green Boots“ genannt wird, konnte nach 30 Jahren identifiziert werden. Es soll sich bei der Leiche um den Inder Dorje Morup handeln, der 1996 in einen Schneesturm geriet.
Leiche von bekanntem Todesopfer identifiziert
Er wurde zum damaligen Zeitpunkt an der Nordseite des Berges in einer Höhe von 8500 Metern gefunden. Morup soll dort unter dem Felsvorsprung Schutz vor dem Schneesturm gesucht haben. Der damals 47-Jährige war im Mai 1996 mit einer Gruppe von 7 Personen auf dem Weg zum Gipfel gewesen. Drei Bergsteiger kehrten aufgrund des Sturms um und überlebten. Morup und zwei weitere Kollegen versuchten, die Route fortzusetzen, und starben an Unterkühlung.
Die sterblichen Überreste von Morup sind seitdem ein Wegweiser für andere Bergsteiger, die sich aufgrund der grünen Schuhe orientieren. Die Identität des Toten wurde mittels DNA-Analyse geklärt. Nach 30 Jahren soll der Körper des Inders geborgen werden. Wie indische Behörden bestätigen, soll der Leichnam bis September von Spezialkräften abtransportiert werden.
Schätzungen zufolge befinden sich rund 200 Leichen am Mount Everest. Die Bergung der Toten ist aufwendig und äußerst kostspielig. Denn je weiter die Körper an der sogenannten Todeszone, ab 8000 Metern, liegen, desto gefährlicher ist der Einsatz für die Retter selbst.