Ein mächtiges Hochdruckgebiet und subtropische Massen an warmer Luft bringen derzeit viele Österreicherinnen und Österreicher zum Schwitzen. Abkühlung sucht man abseits von Freibädern und klimatisierten Räumen vielerorts vergeblich, auch vor den Bergen machen brütende Temperaturen jenseits der 30 Grad und gnadenlose Sonneneinstrahlung nicht Halt.

Das wurde zuletzt auch Wanderern im nördlichen, steirisch-niederösterreichischen Grenzgebiet zum Verhängnis: Die Bergrettung Mitterbach musste so etwa am Wochenende in den Ötschergräben einer Wanderin zur Hilfe eilen, nachdem diese am Wanderweg einen Kreislaufkollaps erlitten hatte.

Die Frau war am Wanderweg nach dem Ötscherhias unterwegs
Die Frau war am Wanderweg nach dem Ötscherhias unterwegs © Bergrettung Mitterbach

Die Frau klagte über Schwindel, Übelkeit und starke Erschöpfung und wurde nach der medizinischen Erstversorgung in den Schatten gebracht, wo die Bergrettung sie mit Flüssigkeit und aufgrund einer Unterzuckerung mit Zuckergel versorgte. Anschließend wurde sie mittels Trage zum Forsthaus Hagengut gebracht und dort dem Rettungsdienst übergeben.

Für die Einsatzkräfte war dies nicht der erste hitzebedingte Einsatz in den letzten Tagen. Bereits am Donnerstag hatte ein 62-Jähriger auf dem Weg zum Gipfel der Gemeindealpe ebenfalls einen Kreislaufkollaps erlitten. Er wurde nach der Erstversorgung von einem Landeplatz aus mit dem Notarzthubschrauber abtransportiert.

Bergrettung rät zu Vorsicht

Anlässlich der Hitzewelle rät man bei der Bergrettung zu entsprechender Rücksicht und Vorbereitung. Um der Hitze zur Mittagszeit und am Nachmittag zu entkommen, sollte man Touren möglichst früh starten und diese im nordseitigen, bewaldeten, schattigen Gelände durchführen. Lockere, atmungsaktive Kleidung, Sonnenschutz und Sonnencreme sowie ausreichend Wasser sollten bei der Ausrüstung keinesfalls fehlen, ebenso wie Notfall- und Erste-Hilfe-Equipment.