Die Hitzewelle hat bereits am Samstag für Höchsttemperaturen gesorgt: An insgesamt 125 von 277 Messstationen der Geosphere Austria wurden neue Spitzenwerte registriert. Laut Vorhersage könnte am Sonntag dann auch der Allzeithitzerekord aus dem Jahr 2013 im niederösterreichischen Bad Deutsch-Altenburg fallen. Genau dort wurde am Samstag um 17 Uhr mit 39,3 Grad auch die höchste Temperatur in Österreich gemessen.
Auf dem zweiten Platz lag am Samstag Wien-Stammersdorf mit 38,8 Grad, dicht dahinter Wien-Innere Stadt und Innsbruck-Universität mit jeweils 38,7 Grad. „Der Sonntag hat dann das Potenzial, noch ein gutes Grad wärmer zu sein. Da werden wohl einige weitere absolute Rekorde fallen“, betont Meteorologin Ariane Pfleger. „Vielleicht ja auch der österreichische Absolutrekord von 40,5 Grad in Bad Deutsch-Altenburg“, sagte Pfleger. Es werde jedoch „knapp“.
Extreme Hitze in Kärnten und der Steiermark
„Der Sonntag wird von den Temperaturen her der heißeste Tag in Kärnten und der Steiermark“, ergänzt Martin Kulmer von Geosphere Standort in Graz. Deutschlandsberg startete am Sonntag um 8 Uhr beispielsweise mit 28 Grad, Klagenfurt schrieb bereits bei 26 Grad an. „Die Höchstwerte am Sonntag werden in beiden Bundesländern heute flächendeckend 36 Grad erreichen. 37, vielleicht sogar 38 Grad sind im Raum Bruck/Leoben bzw. in Ferlach, St. Andrä und dem Klagenfurter Stadtgebiet angekündigt.
Der Montag wird einen Hauch kühler, „es bleibt aber ähnlich heiß wie am Sonntag“, wie Kulmer prognostiziert. „Ein halber Grad weniger als am Sonntag, aufgrund der angefeuchteten Luft wird es aber schwüler.“
Kommt wirklich Abkühlung?
Wenn jemand für Dienstag das Wort Abkühlung in den Mund nimmt, liegt er dann richtig? Meteorologe Kulmer würde es unter Anführungszeichen setzen, aber ja, die Temperaturen gehen zurück. Im Süden und Südosten der Steiermark sind dennoch 35 Grad möglich, Oberkärnten schafft es auch noch locker über 30 Grad.
Mittwoch aber: Kaltfront! „Das Fragezeichen bleibt, wann genau sie eintrifft“, erklärt Kulmer im Gespräch mit der Kleinen Zeitung. In Unterkärnten und im Süden der Steiermark erreiche man dann zwar noch mehr als 30 Grad, in diesem Bereich werden sich die Werte der restlichen Woche dann einpendeln. Aber: „Starkregen, Hagel und Sturm sind bei einem solchen Wetterumschwung immer mit dabei.“