ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick hat das Vorgehen der Video-Assistenten (VAR) bei der Fußball-WM in Nordamerika kritisiert. Dass deren Einsatz im bisherigen Turnierverlauf „nicht sehr einheitlich gehandhabt“ werde, sei schade. „Schade ist noch vorsichtig ausgedrückt“, sagte Rangnick am Freitag vor Österreichs Gruppenfinale in Kansas City gegen Algerien. Der Deutsche vermutete eine leichte Bevorzugung von Teams mit großen Namen.

„Mir ist es ein Rätsel, wenn man einen VAR hat, das Foul an Xaver nicht als Foul zu sehen“, erinnerte Rangnick noch einmal an die Entstehung des ersten Treffers von Lionel Messi bei Österreichs 0:2 gegen Argentinien. Auch Deutschlands Führungstor am Donnerstag beim 1:2 gegen Ecuador zählte, obwohl in der Entstehung ein hohes Bein von Aleksandar Pavlovic vorgelegen war.

ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick mit Konrad Laimer bei der Pressekonferenz
ÖFB-Teamchef Ralf Rangnick mit Konrad Laimer bei der Pressekonferenz © GEPA pictures

„Da wünsche ich mir schon, dass die VARs wirklich ihr Amt ausüben“, betonte Rangnick. Und zwar unabhängig davon, ob Deutschland, Argentinien oder sonst jemand beteiligt sei. Rangnick: „Im Moment drängt sich so ein kleines bisschen der ungute Verdacht auf, dass man sich in solchen Situationen nicht immer getraut, gegen die vermeintlich größere Nation die Entscheidung zu treffen, die man eigentlich hätte treffen müssen.“