Familie Niemetz kennt man in erster Linie vom Landgasthof Plöschenberg. Ein paar Höhenmeter tiefer betreiben Andrea und Ralf Niemetz aber auch das „Franz‘l“, ein modernes Landcafé, das sich als einer der wenigen Treffpunkte in Köttmannsdorf etablierte und den Gemeindebürgern als beliebtem Treffpunkt dient. Die Frage ist nur, wie lange noch.
Denn die Familie verabschiedet sich vom Café am Primus-Lessiak-Weg. „Weniger ist mehr“, ist der Beweggrund für Ralf Niemetz, der sich zukünftig nur noch auf seinen Gasthof am Plöschenberg konzentrieren möchte. Der Betrieb im Ort würde ihm zufolge zwar gut funktionieren, doch fehlen ihm die notwendigen Kapazitäten dafür. „In der Nähe gibt es einen Therapeuten, einen Arzt und Supermärkte. Der Laden rennt, aber wir haben auch am Plöschenberg viel zu tun“, sagt der Wirt, der das Café in Köttmannsdorf seit acht Jahren betreibt.
So feierte Familie Niemetz am Plöschenberg:
Café als zentraler Ort für die Gemeinde
Momentan sucht Familie Niemetz einen Nachfolger. Der Kopf der Gastronomiebande hat ganz bestimmte Vorstellungen. „Ich wünsche mir ein junges Pärchen, das den Betrieb übernimmt“, sagt Niemetz. „Auf die Uhr darf man halt nicht schauen. Aber wenn man motiviert ist, ist das eine schöne Aufgabe.“ Der Gastroexperte hebt auch die Wichtigkeit des Lokals für die Gemeinde hervor. Das „Franz‘l“ ist Köttmannsdorfs echtes Café und somit ein Ort, an dem alle Bürger verschiedenster Schichten zusammenkommen. „Als Betreiber hat man den Auftrag, diesen Ort für die gesamte Gemeinde zu erhalten.“
Im Jahr 2017 wurde das Gebäude am Primus-Lessiak-Weg erbaut. Auf rund 120 Quadratmetern finden sich eine voll ausgestattete Küche, mehrere Lagerräume sowie ein heller Gastraum. Parkplätze liegen direkt am Haus, während auf der Terrasse Gäste bewirtet werden können. Das Objekt steht derzeit auf Willhaben zum Verkauf.
Niemetz hofft, bald einen passenden Nachfolger zu finden, um sich zukünftig voll und ganz auf seinen Gasthof am Plöschenberg konzentrieren zu können. „Junge Leute voran“, lautet sein Appell.