„Wir sind geschockt – und sehr traurig“, sagt Mathias Schattleitner, Geschäftsführer des Tourismusverbandes Schladming, zum Unfalltod von Thomas Knaus, Inhaber des „Almrausch Planai“. Der 48-Jährige und seine Freundin Katrin (37) sind am Sonntagnachmittag bei einer gemeinsamen Motorradtour in Radstadt im benachbarten Pongau tödlich verunglückt.

Das Motorrad, das von Knaus gelenkt worden war, und das Auto eines deutschen Ehepaars, 66 und 68 Jahre alt, waren gegen 16 Uhr auf der B 320 aus bislang unbekannter Ursache kollidiert. Knaus und seine Partnerin erlagen noch an der Unfallstelle ihren schweren Verletzungen, die beiden Deutschen wurden vom Roten Kreuz ins Krankenhaus Schwarzach gebracht.

„Habe es nicht glauben können“

Noch am selben Abend erfuhr Schattleitner vom Tod des Gastronomen. „Ich habe es nicht glauben können. Ich kenne Thomas schon lange. Er war ein richtiger Unternehmer, er hat unternommen, er hat umgesetzt – auch, wenn das nicht jedem gefallen hat. Vor seiner großen Leistung muss man den Hut ziehen“, so der Touristiker.

Und: „Er hat nie nein gesagt, wenn es darum gegangen ist, die Region nach außen zu tragen. Das ist keine Selbstverständlichkeit.“ Gemeint ist damit das Engagement Knaus‘ rund um den Steiermark-Frühling und die Wiener Wiesn. „Die Region verliert einen großartigen Unternehmer“, schließt TVB-Chef Schattleitner.

„Paar hinterlässt eine große Lücke“

Erschüttert zeigt sich auch Schladmings Bürgermeister Hermann Trinker. Ihn hat die Nachricht Montagfrüh erreicht. „Mein Mitgefühl ist bei den Angehörigen“, sagt er. „Ich glaube, alle, die die beiden gekannt haben, sind tief betroffen.“ Knaus und seine Lebensgefährtin seien „geschätzte Mitglieder unserer Gemeinde gewesen“, das erfolgreiche Unternehmerpaar hinterlasse „eine große Lücke. Im Namen der Stadtgemeinde Schladming möchte ich der Familie mein großes Beileid ausdrücken.“