Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) hat Anzeige gegen einen Rinderbetrieb im Bezirk Bregenz erstattet, dem der VGT schon vor drei Jahren eine völlig vernachlässigte Tierhaltung vorgeworfen hatte. Die Rinder müssten in den eigenen Fäkalien stehen und liegen, kritisierte der Verein unter anderem und verwies auf entsprechendes Bildmaterial. „Es ist völlig inakzeptabel, dass dort trotzdem immer noch solche Zustände herrschen“, stellte Aktivistin Sandy Peng fest.

Kein Zugang zu Weiden

Das Leben der Rinder sei auf die maroden und verschmutzten Flächen beschränkt, die Rinder würden keinen Zugang zu Weiden erhalten, obwohl der Betrieb von Wiesenflächen umgeben ist, so Peng. In den Gebäuden würden Tiere bis zu den Knöcheln im Kot stehen. „Es ist zu erwarten, dass auch die Gesundheit der Tiere in so einer Haltung extrem leidet“, sagte die Tierschützerin.

Erschütternde Aufnahmen aus einem Betrieb in Vorarlberg
Erschütternde Aufnahmen aus einem Betrieb in Vorarlberg © VgT Austria Vorarlberg

Ihre Kritik richtete sich nicht nur gegen den Betrieb, sondern auch gegen die Behörden. Die neuen Aufnahmen zeigten keine nachhaltige Veränderung gegenüber 2023. Es wirke, als ob die Zustände geduldet würden.

Anzeige erfolgte bereits 2023

Im August 2023 deckte der VGT den Betrieb das erste Mal auf. Doch schon damals meldeten sich Personen bei dem Verein: Sie hätten den Betrieb schon mehrfach behördlich gemeldet, aber sie seien meist vertröstet worden. Eine Person schilderte sogar, dass der Betrieb ihr gegenüber für seinen „fürsorglichen Umgang“ mit den Tieren gelobt worden wäre. Auch der VGT erstattete 2023 umfassende Anzeige. Die zuständige Bezirksbehörde sah damals keine „schwerwiegenden Verstöße“.