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Gipfeltreffen für die nachhaltige Bauwirtschaft

An der FH Kärnten tauschen sich Fachleute, Studierende und Forscher über Wege aus, Gebäude nachhaltiger zu gestalten.

Nachhaltiges Bauen ist das zentrale Thema der SITAR Summer School | Nachhaltiges Bauen ist das zentrale Thema der SITAR Summer School
© ADOBE STOCK
Nachhaltiges Bauen ist das zentrale Thema der SITAR Summer School|Nachhaltiges Bauen ist das zentrale Thema der SITAR Summer School

Kohlenstoffarme Zementalternativen, ultrahochfester und ultrahochleistungsfähiger Beton, nachhaltige Tragwerksplanung, fortschrittliche Materialien für Reparaturen und Nachrüstungen. Das sind nur einige der brennenden Themen, die bei der SITAR Summer School von 8. bis 10. Juli zur Debatte stehen. Drei Tage lang treffen sich Studierende sowie Fachleute an der FH Kärnten in Villach, um das Klimafreundliche Bauen im Alpenraum weiterzudenken. Die Herausforderungen, denen sie sich stellen, sind aktueller denn je.

„Die Bauwirtschaft ist direkt und indirekt für mehr als ein Drittel der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Gleichzeitig bleibt Beton nach Wasser eines der meistverwendeten Materialien der Menschheit. Besonders die Zementproduktion trägt erheblich zum CO2-Ausstoß bei. Klimafreundliches Bauen ist daher ein zentraler Hebel, um Ressourcen zu schonen, Emissionen zu reduzieren und die Ziele des europäischen Green Deals zu unterstützen“, sagt Antroula Georgiou. Die Bauingenieurin forscht am Baulabor der FH Kärnten und organisiert das Expertentreffen, das im Rahmen des Forschungsprojekts SITAR (siehe Infokasten) ins Leben gerufen wurde.

Die Tagung bringt Studierende des 3. Studienjahres im Fachbereich Bauingenieurwesen mit Master- und Doktoranden, Postdoktoranden sowie Fachleuten aus der Industrie an einen Tisch. „Wir haben das Event als dreitägige Intensivschulung konzipiert, die sich mit klimafreundlichen Praktiken in der Bauindustrie im Detail auseinandersetzt“, sagt Georgiou. Das praxisorientierte, forschungsbasierte Bildungsformat kombiniert Fachvorträge, praktische Laborübungen und Fallstudien aus der Praxis von führenden Unternehmen und Institutionen aus dem gesamten Alpenraum.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Prüfung neuer Materialien und Bauweisen. Denn im Bauwesen gilt höchste Sicherheitspriorität: Neue Baustoffe müssen umfassend getestet werden, bevor sie breit eingesetzt werden können. Im Baulabor werden daher klimafreundliche Betone und Bauteile anwendungsorientiert untersucht. In Großversuchen werden etwa Betonträger bis an ihre Belastungsgrenze geprüft.

Diese Seite erscheint in Kooperation mit der Kärntner Hochschulkonferenz. Die redaktionelle Verantwortung liegt ausschließlich bei der „Kleinen Zeitung“.

Die Bauwirtschaft ist für ein Drittel des CO2-Ausstoßes verantwortlich.

— Antroula Georgiou

Projektinfo

SITAR steht für „Supporting the Construction Industry in Transition to Climate Friendly Practices in the Alpine Region“ und widmet sich der Frage, wie klimafreundliches Bauen in der Alpenregion konkret umgesetzt werden kann. Beteiligt sind neben der FH Kärnten die Unternehmen Alpacem GmbH, Antonio Basso S.p.A., das Ingenieurbüro Bergmeister, Friul Julia Appalti S.r.l., das ISB – Institut Südtiroler Baustofftechnologie sowie die Universität Udine. Das Projekt wird im Rahmen des Interreg-Programms Italien–Österreich gefördert.