Die Fußball-Weltmeisterschaft naht mit großen Schritten und mit ihr zahlreiche Public Viewings, bei denen Fußballfans das Turnier in Gesellschaft verfolgen können. Ein solches findet ab Donnerstag auch im obersteirischen Kindberg statt. Das dafür vorgesehene Festzelt wurde am vergangenen Freitagnachmittag im Park der Mittelschule aufgestellt.

Bereits am Samstagvormittag gab es jedoch ein unschönes Erwachen: Unbekannte hatten sich offenbar am Partyzelt zu schaffen gemacht und die frisch aufgestellten Zeltplanen an mehreren Stellen aufgeschnitten. Bei der Frage, warum es gerade das Public-Viewing-Zelt traf und wer hinter den Schnitten steckt, tappt Veranstalter Christian Fladischer noch komplett im Dunklen.

Wer hinter dem Vandalismus steckt, ist noch unklar
Wer hinter dem Vandalismus steckt, ist noch unklar © Facebook / Flavors Events

„Ich habe keine Ahnung warum, das Zelt steht direkt bei der Mittelschule und ist auch nicht gut einsehbar“, seufzt er. Fladischer geht von einem Schaden in Höhe von mehreren tausenden Euro aus. Das Public Viewing soll trotz des Vandalismus aber wie geplant stattfinden. Einem Online-Aufruf, in dem der Veranstalter dem mutmaßlichen Täter rät sich zu stellen, kam bisher niemand nach. Bei der Polizei habe er bereits Anzeige erstattet, erzählt Fladischer und lobt eine Belohnung für die Ergreifung des Täters aus.

NS-Symbole auf Skulpturen

Der jüngste Vorfall am Festzelt erfolgte dabei nur wenige Tage nach dem letzten Vandalismusakt in Kindberg. So wurden Ende Mai zwölf Skulpturen in der Kopfallee mit Nazi- und SS-Symbolen sowie mit Schriftzeichen verunstaltet – just einen Tag vor der Anbringung von Gedenktafeln für die Opfer des Nationalsozialismus. Auch in diesem Fall hat die Polizei Ermittlungen aufgenommen.