Der Obmann des Konzernbetriebsrats der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Andreas Taust, hat nach einer Betriebsversammlung am Mittwoch in der Kammer „keinen neuen Sachstand“ zum angekündigten Abbau von 200 der 800 Jobs in der WKÖ-Zentrale gehabt. „Die Rahmenbedingungen eines Sozialplans sind immer noch nicht da“, sagte er im Gespräch mit der APA. „In den Reformprozess sind wir nicht eingebunden.“ Welche Personen ihren Job verlieren, sei offen.

Man suche das Gespräch mit der Kammerspitze, um eine sachliche und rechtliche Bewertung des Stellenabbauplans vorzunehmen, sagte Taust. Er hofft, dass dies nächste Woche möglich werde. „Wir sind bemüht, einen aktiven Beitrag zur Sozialverträglichkeit zu leisten.“

„Stimmung gedrückt“

Noch sei „gar nicht einschätzbar, wer betroffen ist“ vom Stellenabbau, sagte der Betriebsrat der APA. „Es ist eine menschliche Katastrophe. Die Stimmung ist äußerst gedrückt.“ Der Betriebsrat sei vom Vorhaben der Kammerchefin Martha Schultz, das am Dienstag öffentlich bekannt geworden war, „sehr kurzfristig vorab informiert“ worden. Auf die Frage, ob aktivistische Maßnahmen bevorstehen könnten, sagte Taust, dass zuerst der konkrete Plan vorliegen und dieser bewertet werden müsse.