„Viele Angehörige erleben nach einer Demenzdiagnose zunächst Verunsicherung“, sagt Claudia Knopper von der Steirischen Alzheimerhilfe. Oft beginne eine belastende Suche nach Informationen, Beratung und konkreter Unterstützung. Tatsächlich leben in der Steiermark derzeit rund 21.000 Menschen mit Demenz. Aufgrund der demografischen Entwicklung wird ihre Zahl bis 2050 voraussichtlich auf mehr als 35.000 ansteigen. Hinter jeder Erkrankung stehen meist Angehörige, die Betreuung organisieren, unterstützen und Verantwortung übernehmen.

Der neue Demenz-Wegweiser Graz erscheint in der dritten Auflage und kann kostenlos bestellt werden (Tel. 0316 872 2070 oder stadtrat.krotzer@stadt.graz.at). Er bündelt wichtige aktuelle Informationen und neue Anlaufstellen. Damit soll Betroffenen und ihren Familien Orientierung in einer oft herausfordernden Lebenssituation geboten werden.

Zusammenarbeit zahlreicher Organisationen

Die nun vorliegende aktualisierte Auflage informiert über Demenzformen und Warnsignale, Diagnosemöglichkeiten, Gedächtnisambulanzen, Therapieangebote, Prävention, mobile Dienste, Tageszentren, Pflegeangebote sowie rechtliche und finanzielle Fragen. Ziel ist es, bestehende Unterstützungsangebote sichtbar zu machen und den Zugang zu Hilfe zu erleichtern. Die Broschüre ist das Ergebnis der Zusammenarbeit zahlreicher Organisationen und Fachpersonen im Netzwerk „vergissdeinnicht – Demenzhilfe“, das Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen in Graz unterstützt.

„Eine Demenzdiagnose verändert das Leben von einem Tag auf den anderen“, betont Gesundheits- und Pflegestadtrat Robert Krotzer (KPÖ). Der Wegweiser schaffe Orientierung, mache bestehende Angebote sichtbar und helfe dabei, rasch die passende Unterstützung zu finden. „Niemand sollte in dieser Situation allein gelassen werden“, so Krotzer.

Der Wegweiser zeige auf einen Blick, welche Angebote es in Graz gibt und an wen man sich wenden kann. „Niemand soll sich allein durch das System kämpfen müssen“, sagt Knopper.