Von Indien über Myanmar bis nach Moldau – die gebürtige Neutillmitscherin Sabine Ebner koordiniert Hilfsprojekte dort, wo die Not am größten ist. Mit der „SONNE-Radl-Challenge“ ruft sie im Juni dazu auf, sich aufs Rad zu schwingen und Kilometer für Schulkinder in Malawi zu sammeln.

Jede Strecke zählt

Das Prinzip der Challenge ist einfach: Einen Monat lang zählt jeder Kilometer, den die Teilnehmer mit dem Rad zurücklegen – egal ob am Weg in die Arbeit oder im Training. „Wir wollten etwas finden, was Hobby und den guten Zweck miteinander vereint“, meint Sabine Ebner. Jede Strecke wird von den Sponsoren in Spendengeld umgewandelt, welches dann Kindern in Malawi zu Gute kommt.

Startgebühr sichert Schulgeld

Mit 33 Euro Startgebühr wird gleich der erste Schritt gesetzt: Pro Anmeldung wird einem Kind in Malawi das Schulgeld bezahlt, inklusive neuer Schuluniform und Schulessen. „Das kostet dort umgerechnet 15 Euro. Das können sich viele Familien bei 50 Euro Monatseinkommen nicht leisten“, erklärt Ebner.

Die SONNE-Radl-Challenge 2026 sammelt Spenden für die Schulkinder in Malawi
Die SONNE-Radl-Challenge 2026 sammelt Spenden für die Schulkinder in Malawi © SONNE-International

Das restliche Geld fließt in den Ausbau von Sportprojekten für die Kinder. Bereits 2023 baute die österreichische Organisation SONNE-International Sportplätze an zwei Grundschulen in Malawi. Diese sollen mit den Spendengeldern langfristig finanziert und ausgebaut werden.

120.000 Kilometer im Vorjahr

Das Projekt gibt es bereits seit acht Jahren – im Vorjahr sammelten 500 Sportbegeisterte 90.000 Euro für Dorfschulen in Bangladesch. „Das ist auch heuer wieder unser Ziel – und natürlich noch mehr“, erzählt Ebner motiviert. Aktuell stünden für die diesjährige Challenge weltweit 350 Radler in den Startlöchern - inklusive Sabine Ebner und ihrer Familie.

Sabine Ebner bei ihrem Besuch der Partnerschulen in Malawi
Sabine Ebner bei ihrem Besuch der Partnerschulen in Malawi © Sabine Ebner

Persönliche Motivation

Sabine Ebner setzt sich schon seit ihrer Jugend für Menschen in Not ein. Bereits mit 19 Jahren engagierte sich die Neutillmitscherin das erste Mal in Indien, seitdem folgten weitere Hilfsaktionen im globalen Süden. Sie fühle sich verpflichtet, sich für Chancengleichheit in der Welt einzusetzen. „Das Leben ist wie eine Lotterie – es kommt drauf an, welches Los man zieht – ich habe eben das Glückslos gezogen“, erklärt sie.

Die SONNE-Radl-Challenge soll jeden dazu motivieren, etwas Gutes zu tun. Am Wochenende sitzt sie selbst wieder am Rad – statt durch die hügelige Weinstraße geht es aber ins Burgenland. „Da ist es flacher – da kann ich leichter Kilometer sammeln“, schmunzelt Ebner.