Seit 150 Jahren steht die Freiwillige Feuerwehr Velden im Dienst der Bevölkerung. Von 4. bis 6. Juni feiert die Stützpunktfeuerwehr dieses besondere Jubiläum unter anderem mit einem Festakt und einer Leistungsschau. Kommandant Manfred Brugger und seine über 60 aktiven Kameradinnen und Kameraden haben dafür ein Programm vorbereitet, das Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Wehr verbindet.
Vom Verein zur schlagfkräftigen Wehr
Gegründet wurde die Freiwillige Feuerwehr Velden am 9. Juni 1876 von Franz Moro auf Vereinsbasis. Die Anfänge waren bescheiden. 23 Idealisten schlossen sich zusammen, ausgerüstet mit einer hölzernen Spritze. Noch im Gründungsjahr wurde eine „Metzsche Spritze“ um 1500 Gulden angeschafft, bezahlt werden konnte sie erst zwei Jahre später durch Spenden.
1877 entstand das erste Spritzenhaus im Zentrum von Velden, am heutigen Karawankenplatz. Einen tiefen Einschnitt brachte der Großbrand vom 13. März 1881. Binnen 15 Minuten standen 14 Realitäten mit 32 Objekten in Flammen. „Der Anblick von Velden nach der Brandkatastrophe war ein grauenhafter“, heißt es in der Chronik. Die Veldener Wehr war der Katastrophe damals nicht gewachsen, Hilfe musste telegrafisch aus Villach, Klagenfurt und Pörtschach angefordert werden.
Der Brand wurde zum Wendepunkt. Unter großen Opfern wurde eine für damalige Verhältnisse gut ausgerüstete Wehr aufgebaut. 1894 folgten unter Hauptmann Georg Müller eine fahrbare Hydrophorspritze, Steigerausrüstung, Fackeln und Dachleitern. 1896 wurde das Spritzenhaus um einen Schlauchturm erweitert.
Von der Motorspritze zur „Veldener Armada“
1923 erhielt die Feuerwehr ihre erste Motorspritze. 1925 wurde der Grundstein für das neue Gerätehaus gelegt, das 1926 bezogen wurde und bis heute genutzt wird. 1936 bekam die Wehr ihr erstes Rüstfahrzeug, einen umgebauten Austro Fiat Omnibus. Nach dem Krieg wurde die Feuerwehr neu organisiert. Unter Kommandant Fritz Gregori, der die Wehr bis 1985 führte, begann ein starker technischer Aufschwung. Ende der sechziger-Jahreelt der Funk Einzug. 1965 stand die Feuerwehr nach einer Überschwemmungskatastrophe drei Tage durchgehend im Einsatz.
Einen weiteren Sprung brachte das Jahr 1986. Gleich drei Fahrzeuge kamen zur Wehr, dazu die Bergeschere und eine 30 Meter Drehleiter. Mit den Einsatzbooten Helen und Speedy sowie einer ausgebildeten Tauchgruppe wurde der Wasserdienst ausgebaut.
Heute ist die Feuerwehr Velden eine Stützpunkt-Feuerwehr mit moderner Ausrüstung und hoher Einsatzhäufigkeit. Sie zählt regelmäßig zu den einsatzstärksten Wehren Kärntens. Pro Jahr steht die Feuerwehr bei rund 220 Einsätzen im Einsatz, vom Unfall auf der Autobahn bis zur Türöffnung bei älteren Menschen, die gestürzt sind. Einsätze in den umliegenden Betrieben und am See zählen zu den gängigen Einsätzen.