Das Projekt „Homepage NEU 2025-2035“ beschäftigt das Land schon seit einiger Zeit. Vor gut zwei Jahren hat die Landesregierung eine Generalüberholung angekündigt. Auf ktn.gv.at findet man derzeit noch immer die schon deutlich in die Jahre gekommene Ansicht. Zudem ist diese Variante insgesamt auch zu teuer und bietet zu wenig Informations- und Kundenorientiertheit, dafür aber zu viel Gesichtswäsche der Regierungsmitglieder, urteilte der Landesrechnungshof in einem Bericht.
Der auf September dieses Jahres verlegte Start musste nun auf Jahresende verschoben werden. „Die Vorarbeiten zur Migration bestehender Websites haben sich als äußerst aufwendig erwiesen“, heißt es dazu vom Land. Sprich: Das Überführen aktueller Seiten – insgesamt sind es mehr als 100.000 – und Formulare auf die neue Homepage. Bisher ausgelagerte Seiten wie das Gesundheitsland oder die Sportdirektion müssen integriert werden. Und das schlägt sich auch auf den Preis nieder. Weitere 84.800 Euro müssen in das Projekt gesteckt werden. Die Gesamtkosten belaufen sich damit auf 761.440 Euro. „Geliefert wird einerseits die technische Neuentwicklung der Homepage, also der Aufbau der neuen Website auf Drupal-Basis, die technische Umsetzung, die Konsolidierung vorgesehener Mandantenseiten, responsives Design, Barrierefreiheit, Mehrsprachigkeit, Migrationserfordernisse sowie die Wartung der neuen Homepage“, teilt das Land mit.
Günstiger als in anderen Bundesländern
Der Preis sei deutlich unter jenem, den die meisten anderen Bundesländer für ihre Online-Auftritte ausgeben würden, wird versichert. Vereinfacht gesagt sei die Homepage auch bereits so alt, dass „Ersatzteile“ fehlen würden und man eine komplette Neuaufstellung brauche. Die technischen Anforderungen und Aufgaben für die Umsetzung hören sich so an: „Content-Strategie, Tonalität, redaktionelle Standards, Rollen- und Rechtematrix, Content-Audit, Templates für zentrale Seitentypen, Schulungen der Fachabteilungen, Help-Calls, Qualitätssicherung, Bereinigung veralteter Inhalte und die Vorbereitung der 301-Weiterleitungen, damit bestehende Links nach dem Relaunch nicht ins Leere führen.“
Das Unternehmen Acuity mit Sitzen in Graz sowie Deutschland und der Schweiz konnte das Vergabeverfahren für sich entscheiden. Unternehmen aus Kärnten waren dafür nicht gelistet. Der Auftrag für nun anfallende zusätzlichen Arbeiten ging an die Wiener Agentur „Wonne“. Die Website werde komplett auf „Open-Source-Technologie“ aufgebaut und es fallen keine Lizenzgebühren an. Der Betrieb der Website wird wie bisher von der IT des Landes übernommen.