Vier Premieren, zwei Uraufführungen, fünf Wiederaufnahmen, dreimal Poetry Slam und ein Special erwarten Kinder und Jugendliche ab der neuen Saison im Next Liberty. Stattlich bei nur 6,7 Prozent vom Gesamtbudget der Bühnen Graz, die dem Intendanten Michael Schilhan, seinen 30 Mitarbeitenden und sechs Ensemblemitgliedern zur Verfügung stehen. Entsprechend das Motto für 2026/27: „Auf zum Mehr“.
Sehen lassen kann sich auch der Rückblick auf die auslaufende Spielzeit mit 150 Vorstellungen, drei Stella-Theaterpreis-Nominierungen, rund 40.000 Besuchen und einer Auslastung von 84 Prozent, wie Schilhan neben Gastspielen und Lob der guten Zusammenarbeit mit TaO!, uniT, Literaturhaus sowie allen Grazer Häusern bei seiner Pressebilanz und -vorschau im Jugendtheater hervorhob.
„Zauberflöte für Kinder“
Zur Eröffnung am 25. September nimmt der Hausherr selbst das Regiezepter in die Hand, wenn „Die unendliche Geschichte“ mit Musik von Reinhold Kogler Premiere feiert. Bemüht um große Stücke, in denen „man noch mehr machen kann, um die Welt zu verändern“, betont Dramaturgin Dagmar Stehring in Michael Endes Klassiker „Selbstwirksamkeit und Mut“. Fantastisches verspricht auch „Pa-Pa-Papageno. Die Zauberflöte für Kinder“ in Zusammenarbeit mit Styriarte, von Christoph Steiner auf eine Stunde Spielzeit komprimiert (Premiere 29. 9.).
Ein Mariagrüner Merlin lädt, ausgestattet von Anna Prattes, mit Musik und Magie ins sagenumwobene Britannien. Ideengeberin Gerda Seebacher präsentiert beim Gastspiel des Mariagrüner Kinder- und Jugendtheaters im Next Liberty mit „Merlin & Merlinchen“ ein neues hitverdächtiges Musical (Uraufführung am 7. 11.).
„Wir haben schon die Ufos auf dem Radar“, scherzt Dramaturgin Iris Harter über Sibylle Bergs „Mein ziemlich seltsamer Freund Walter“ (ab 16. 1.). Von Martin Brachvogel bearbeitet und inszeniert, ausgestattet von Lisa Horvath, ist nachts was los im Zoo bei „Drei Wasserschweine brennen durch“ nach dem Kinderbuch von Matthäus Bär (Uraufführung 19. 3.). Last not least kommt „Heidi“ anlässlich des 200. Geburtstages von Johanna Spyri als inklusives Projekt mit der Theaterakademie LebensGroß nach Graz (ab 23. 4.).
Wolf und Weihnachten
Wolf und Weihnachten zählen zu den Wiederaufnahmen. Christoph Steiners grandiose Diplomarbeit „Wolf oder Rotkäppchens Entscheidung aus dem Bauch heraus“, mit dem „wir auch in Washington waren – vor Trump“, so Schilhan, ist ab Oktober zu sehen. Nikolaus Habjans Renner „Faust“ und „Der Koffer der Adele Kurzweil“ folgen im November vor „Eine Weihnachtsgeschichte“ und der Erfolgsproduktion „Stolz und Vorurteil* (*oder so)“ nach Jane Austen. Dreimal Poetry Slam, darunter die europäische Meisterschaft am 20., 21. 11., sowie das Gastspiel „Pezi & die Science Busters“ im Mai ergänzen neben theaterpädagogischem Angebot das Programm. Neu im Ensemble ist Lilian Heeb, während sich Christina Kiesler mehr auf die Fußballmeisterschaften konzentriert.
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