Das „Cafe Max“ in Kindberg ist der erste und auch größte Abnehmer des „frischgebackenen“ Eisproduzenten. Zusammen mit Werner Eibisberger (AHR Eibisberger) hat sich Jürgen Lanz auf die Produktion von Speiseeis eingelassen. „Ein Gespräch mit Markus Gruber, dem Inhaber des ,Café Max’, hat mich in meiner Idee bestärkt, eine eigene Eisproduktion zu starten und in Werner Eibisberger habe ich den idealen Partner dazugewinnen können“, erzählt der Stanzer.

Mittlerweile versorgt er nicht nur das neueröffnete Café mit köstlichem Eis, sondern auch Beerenobst Lierzer in St. Marein und den Gasthof Oberer Gesslbauer in Stanz. Weitere Betriebe sollen alsbald folgen. „Haupteinzugsgebiet wird das Mürztal sein. Ich will aber nur je einen Betrieb in einer Gemeinde beliefern, ansonsten würde ich mir selbst Konkurrenz schaffen“, erzählt der Eisproduzent.

Komplettanbieter als Ziel

Aktuell produziert er 14 Eissorten. „Wobei jede Geschmacksrichtung machbar ist, der Kunde schafft an, ich produziere“, erzählt Lanz. Das Eisgeschäft ist für ihn kein unbekanntes Terrain. „Ich war acht Jahre in der Eisbranche im Außendienst unterwegs. Ich weiß, was die Kunden brauchen und wollen.“

Von Pistazie bis Malaga, von Stracciatella bis Erdbeere: Eine gut bestückte Eisvitrine mit Eis aus der Stanz
Von Pistazie bis Malaga, von Stracciatella bis Erdbeere: Eine gut bestückte Eisvitrine mit Eis aus der Stanz © Lanz

Ihm schwebt vor, ein Komplettanbieter in Sachen Eis zu werden: „Becher, Waffeln und Eislöffel gibt es bereits über mich. Später können Kühlvitrinen und Mixgeräte folgen. Auch eine mobile Eisvitrine mit acht Eisboxen für Veranstaltungen kann ich zur Verfügung stellen.“

Regionale Zutaten

Der Stanzer Eisproduzent setzt dabei gleichzeitig auf Regionalität – soweit es möglich ist – und auf beste Qualität. „Die Beeren bekomme ich vom Beerenobst Lierzer in St. Marein. Beim Reinhold Lierzer bekommt man mein Eis ebenso – abgefüllt in Becher zum Mitnehmen“,erzählt Lanz.

Die Rezepturen fürs Eis kommen von ihm selbst. „Es sind die klassischen Grundrezepte für Milcheis sowie Fruchteis mit den entsprechenden Zutaten. Im Café Max teste ich auch neue Sorten und Rezepturen aus, damit ich sehe, was bei den Gästen gut ankommt.“ Der ewige Renner ist und bleibt das Vanilleeis, auch weil es bei den diversen Eisbechern vielfach zum Einsatz kommt.

An Interesse am Stanzer Speiseeis mangelt es schon jetzt jedenfalls nicht: „Aktuell komme ich mit dem Produzieren kaum nach, einfach weil die Nachfrage enorm ist und ich noch als Ein-Mann-Betrieb die Eisproduktion schaukle. An starken Tagen stehe ich ab drei Uhr Früh in der Eisküche“, sagt Lanz lachend.