Es klingt wie eine Begebenheit aus einem Hollywood-Film, geschah aber tatsächlich am Samstagnachmittag in Kärnten: Ein 57 Jahre alter moldawischer Staatsangehöriger mit Wohnsitz in Frankreich wurde gegen 16.50 Uhr von einer Streife der Autobahnpolizei Villach auf der Südautobahn im Bereich der Auffahrt Wernberg als Geisterfahrer angehalten. Das Fahrzeug kam der Polizeistreife im Bereich der Auffahrt entgegen und konnte angehalten werden.
Moldawier wollte sich freikaufen
Eine extrem gefährliche Situation, die auch anders hätte ausgehen können. Nur Stunden zuvor verursachte ein Geisterfahrer beim Knoten Villach einen Unfall, bei dem zwei Personen schwer verletzt wurden. Was der Autofahrer dann jedoch versuchte, wirkt wirklich skurril: Im Zuge der Klärung des Sachverhaltes auf der Dienststelle der Autobahnpolizeiinspektion Villach steckte der Mann einem Beamten einen 50 Euro-Schein in die Hosentasche, um der Geldstrafe wegen der Geisterfahrt zu entgehen.
Bestechungsversuch endet mit Festnahme
Was vielleicht in manchen Regionen früher noch funktioniert hätte, endet in Österreich im 21. Jahrhundert jedoch anders: Der Mann wurde vorübergehend festgenommen, der Geldschein beschlagnahmt. Der Verdächtige wird nun wegen versuchter Anstiftung zum Amtsmissbrauch, versuchter Bestechung und Gefährdung der körperlichen Sicherheit der Staatsanwaltschaft Klagenfurt zur Anzeige gebracht.
Die Festnahme wurde auf Anordnung der Staatsanwaltschaft schließlich aufgehoben. Eine vorläufige Sicherheitsleistung zur Sicherung des Strafverfahrens wurde jedoch eingehoben.