„Ich wollte hier einen Ort schaffen, an dem Kinder und Erwachsene jeden Alters kreativ sein können“, erzählt die 45-jährige Kerstin Borojevic, die Ende Mai ihr „Perlenkunst DIY Studio“ in der Trofaiacher Hauptstraße eröffnete. Dort bekommt man nicht nur verschiedenste Perlen, Ketten und Anhänger für eigene Schmuckstücke, sondern kann sich auch in einem Kursraum direkt vor Ort mit Hilfestellung kreativ austoben und Armbänder, Halsketten, Schlüsselanhänger und vieles mehr gestalten.

Das Geschäft befindet sich in der Trofaiacher Hauptstraße
Das Geschäft befindet sich in der Trofaiacher Hauptstraße © KLZ / Vanessa Gruber

Egal ob eine Kindergeburtstagsparty, eine Frauenrunde oder jemand, der ein persönliches Geschenk gestalten will – jeder werde in ihrem Studio fündig. „Es braucht auch keine Vorkenntnisse. Bei mir geht keiner ohne fertiges Schmuckstück bei der Tür hinaus“, scherzt Borojevic, die hauptberuflich als Tierpräparatorin tätig ist und sich mit ihrem Schmuckgeschäft einen lang gehegten Wunsch erfüllt hat.

„Kreativität verloren gegangen“

„Nachdem ich seit über 20 Jahren Schmuck selber mache, war es mir wichtig, dieses Wissen weiterzugeben. Diese Art der Kreativität ist leider etwas verloren gegangen, besonders bei der Jugend. Viele Eltern haben keine Zeit für solche Aktivitäten zu Hause, oder es fehlt oft an einem geeigneten Platz“, schildert Borojevic ihre Beweggründe und fügt hinzu: „Als meine zehnjährige Tochter mit der Schule den Gemeinderat von Trofaiach besuchte, wurde sie gefragt, was ihr hier fehlt und sie antwortete, dass man nirgends kreativ sein kann. Das war der Auslöser für mich, dieses Projekt umzusetzen.“

Man hat die Wahl zwischen vielen verschiedenen Perlen und Anhängern
Man hat die Wahl zwischen vielen verschiedenen Perlen und Anhängern © KLZ / Vanessa Gruber

Um Inspiration zu bieten, hat Borojevic einige beispielhafte Schmuckstücke ausgestellt, die man in Sachen Farbe und Gestaltung individuell anpassen kann. „Man sucht sich die Materialien zusammen, setzt sich an den Arbeitsplatz und kommt so relativ schnell zu einem Ergebnis. Das ist vor allem dann hilfreich, wenn man ohne konkrete Idee kommt“, sagt Borojevic. Und auch das Thema Upcycling spiele bei „Perlenkunst“ eine wichtige Rolle: „Es geht hier darum, Dinge, die man nicht mehr trägt, wieder tragbar zu machen. Vorhandene Schmuckstücke können repariert, neu bestückt oder personalisiert werden“, erläutert die 45-Jährige.

Die Preise für Schmuckstücke würden in der Regel unter 20 Euro liegen. „Ich will verschiedene Zielgruppen ansprechen – von der Taschengeld-Fraktion bis hin zu denen, die nicht zu viel ausgeben wollen. Es soll wirklich jedem eine Freude bereitet werden“, betont Borojevic abschließend.